Folge 57: Das Spiel seines Lebens

Hier wird über die aktuelle Folge diskutiert. Und über alle anderen natürlich auch.
Antworten
Benutzeravatar
falko
Beiträge: 431
Registriert: Do 1. Nov 2018, 12:30

Folge 57: Das Spiel seines Lebens

Beitrag von falko » Mo 16. Nov 2020, 18:31

Wie ein Uhrwerk veröffentlicht Harlan Coben seine Krimis, und die Reihe um den Sportagenten Myron Bolitar gehört zu seinen bekanntesten Werken. … Moment, ein Krimi über jemanden, der Verträge für Sportler verhandelt, kann funktionieren? Und ob. Man muss nicht mal Ahnung von Sport haben.

Bolitar steht kurz davor, einen begehrten Footballspieler mit einem hoch dotieren Vertrag unterzubringen, doch dessen Vergangenheit holt ihn ein. Die Freundin des jungen Mannes ist vor einigen Jahren spurlos verschwunden, doch nun tauchen mysteriöse Lebenszeichen von ihr auf – und die führen ins Rotlichtmilieu.

Viel Spaß mit der neuen Folge!

Folge 57: Das Spiel seines Lebens
"I must say I find television very educational. The minute somebody turns it on, I go to the library and read a good book." - Groucho Marx

Ironic Maiden
Beiträge: 148
Registriert: Di 4. Dez 2018, 13:58

Re: Folge 57: Das Spiel seines Lebens

Beitrag von Ironic Maiden » Di 17. Nov 2020, 16:00

Danke für die Folge!

An das Buch kann ich mich nur leicht verschwommen erinnern, weil es etwa fünf oder sechs Jahre her ist, dass ich es gelesen habe. Ich fand es damals ganz nett und habe auch noch einen weiteren Band (den mit Tennis) gelesen, aber die Reihe ist ansonsten an mir vorbeigerauscht.

Zum Thema "gute weibliche Charaktere" wollte ich noch anmerken, dass ich es nicht besonders relevant finde, ob weibliche Figuren in irgendetwas besonders kompetent sind. Das ist natürlich ganz schön und in einem Setting, in dem alle Figuren ganz großartig in irgendwas sind, sollten Frauen das dann natürlich auch sein. Für mich selbst finde ich es aber besonders angenehm, wenn weibliche Figuren auch mal etwas total falsch machen können, ohne gleich komplett inkompetent oder dümmlich zu wirken. In vielen Texten sind Frauen die Stimme der Vernunft oder die Personen, die den männlichen Figuren zuarbeiten, und sie müssen dann funktionieren, um die Defizite auszugleichen, die aus dem Protagonisten eine runde Figur mit Ecken und Kanten machen. Das nervt.
Auch wenn ich den Krimi "Dunkel", der gerade sehr gehypt wird, insgesamt mäßig fand, fand ich es sehr schön, dass der Kommissarin am Anfang der Geschichte erstmal eine gewaltige Fehleinschätzung unterläuft. Im späteren Verlauf der Handlung wird dann klar, dass sie in ihrem Job doch sehr gut ist, aber sie macht eben auch Fehler. Ein anderes Beispiel, jetzt allerdings aus dem Fernsehen, wäre die britische Serie "No Offense" in der die Kommissarin übergewichtig, um die fünfzig und ziemlich versoffen ist, viel flucht und durchaus nicht immer alles richtig macht. Und dabei sieht sie dann auch noch aus wie jemand, der am Abend vorher im Pub versackt ist und nicht wie eine Elfe, der ein bisschen die Mascara verlaufen ist. Eben genau so, wie männliche Noir-Protagonisten seit 100 Jahren durch die Medienlandschaft stapfen. Sowas würde ich mir häufiger wünschen, dafür verzichte ich gerne auf ein paar dreißigjährige Kampfsportlerinnen mit Doktortitel.

Ansonsten eine wirklich nette Folge, wobei ich persönlich Folgen mit Spoilerteil besser finde, weil die Diskussionen dann etwas tiefgründiger und analytischer werden können.

Borbarat
Beiträge: 1
Registriert: So 12. Jul 2020, 14:24

Re: Folge 57: Das Spiel seines Lebens

Beitrag von Borbarat » So 22. Nov 2020, 08:08

Ich habe die Folge mit großer freude gehört. Ihr habt das Ensemble an Leuten gut beschrieben und mir den vorgelesenen stellen den "Geist" des Buches echt gut eingefangen. Ich habe mir sofort nach dem anhören der Folge das Erste Buch gekauft und es in 2 Tagen gelesen und danach das zweite. Jochen hatte recht, die werden sogar immer besser. Ich bin jetzt auf den letzten Seiten des zweiten Bandes und habe den dritten schon gekauft. Mal sehen wie weit mich die reihe trägt. Vielen dank für diese Leseempfehlung!

Benutzeravatar
Oliver Naujoks
Beiträge: 92
Registriert: Mi 9. Jan 2019, 13:43
Wohnort: Zeven

Re: Folge 57: Das Spiel seines Lebens

Beitrag von Oliver Naujoks » Fr 27. Mai 2022, 08:18

Ich könnte jetzt fast und zum Teil die Zeilen meines Vorredners abschreiben, ich habe auf Eure Empfehlung hin jetzt auch den ersten Band begonnen und viel Freude damit.

Ich weiß gar nicht, ob ich die Ehrlichkeit gut finden soll oder nicht, der Roman kommuniziert mir zwischen den Zeilen ganz deutlich, dass er nicht viel mehr als Strand-Lektüre sein will - im Guten wie im Schlechten. Aber. Ich bin jetzt auf Seite 168 von knapp 400 und musste auf fast jeder Seite wegen irgend einer Formulierung oder wegen eines Spruchs grinsen - das muss ein Buch erstmal schaffen. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und motiviert sehr zum Weiterlesen. Auch macht der Autor es sehr geschickt, wie er immer weitere Hinweise vor mir ausbreitet. Die Nummer mit dem Esel und der Karotte hat der Autor drauf.




Rätselhafte Beobachtung: Je älter ich werde, desto lieber lasse ich für mich arbeiten und arbeite ungerne selbst. Hier muss ich aber. Aus irgendwelchen eigenartigen Gründen gibt es diesen Roman nicht auf Audible.de (als Serienauftakt - ernsthaft, Audible?), es gibt sogar die ersten vier Bolitar-Romane nicht dort. Das ist mir völlig unverständlich. Ja, auf Deutsch gibt es mustergültig alle 11 (sogar gelesen von Detlef Bierstedt, dem Riker aus Star Trek: TNG und dem Dr. Watson aus der Holmes-Serie von Titania) Bücher auf Audible.de, auf Englisch nur die Bände 5-10 von 11.
Bei dieser Spruch- und Gag-Dichte möchte ich aber doch lieber beim Original bleiben. Also muss ich selbst lesen und kann mir das nicht vorlesen lassen.
Liest: "Tales of the Shadowmen 1", J.-M. Lofficier (ed.) // "Carnacki, the Ghost Finder", William Hope Hodgson
Spielt: NHL 22, Out of the Park Baseball 23, Vampire: The Masquerade - Swansong, Syberia: The World Before,

Antworten