Folge 13: Der kleine Hobbit

Hier wird über die aktuelle Folge diskutiert. Und über alle anderen natürlich auch.
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ABMGW
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von ABMGW » Do 7. Feb 2019, 15:20

Hi,

Wenn ihr den Herrn der Ringe noch einmal lesen wollt, dann hab ich da was auf das es sich zu achten lohnt, nämlich: die Himmelsrichtungen.

Wenn mans mal so haben will dann ist ja der Herr der Ringe ein einziges Wanderbuch, aber die Sache mit der Geographie bzw den Bewegungsrichtungen ist ziemlich interresant.

Man definiere einfach mal: Westen = Gut, Osten = Böse, Norden = Alt und Süden = neu. Außerdem noch: oben / nach oben = Gefahr und unten / nach unten = Sicherheit

Ich hab erst vor ein paar Monaten das "Wounderbook" von VanerMeer gelesen, und der visualisiert da Spannungskurven als Monster. Ich finde Tolkin hat das gleiche mit der Goegrapie gemacht.

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NobodyJPH
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von NobodyJPH » Fr 8. Feb 2019, 09:07

Schöne Besprechung, jetzt muss ich den Hobbit und im Anschluss Herr der Ringe vielleicht doch nochmal auf meine Liste setzen.

Ein bisschen ernüchternd war der Podcasr für mich persönlich ja schon. Da wird endlich mal ein Buch besprochen, dass ich selbst schon (vor knapp 15 Jahren) gelesen habe und dann wird mir nur wieder vor Augen geführt wie unaufmerksam ich auch damals schon gelesen habe. Wenn ich Bücher einfach nur zur Unterhaltung konsumiere, ziehen die ganzen Feinheiten irgendwie komplett an mir vorbei.

Ergänzung: Bitte nehmt euch Herr der Ringe vor! Aber gebt mir genug Vorlauf, um den auch nochmal zu lesen. :)

Haplo
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Haplo » Di 12. Feb 2019, 06:03

Irgendwie kam mir die eigentliche Geschichte zu wenig vor in der Folge … Dafür, dass der "Autor tot ist" (tm) ging es mir zu viel um Tolkien und zu wenig um die an tollen Szenen nun wirklich nicht arme Geschichte. Alleine, wie Gandalf die 14 Mann starke Truppe nacheinander bei Beorn vorstellt rechtfertigt schon die Lektüre des Buches … ;-)
Eine Szene, die ihr besprochen habt (die singenden Orks/Goblins) ist zwar im Kontext des Buches sehr clever gemacht, funktioniert bei mir seit der Herr-der-Ringe-Verfilmung aber nicht mehr: Die Bilder, die man im Kopf hat (wie Falko ja sagt "zwangsläufig") lassen sich nicht mit einer Gesangstruppe vereinbaren. Das gilt auch für die Darstellung der Elfen im Hobbit … Schade eigentlich.

P.S.: Ach Jochen: es ist der Buchpodcast, den wir loben und preisen sollen und auch das Forum findet man unter forum.buchpodcast.de!

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derFuchsi
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von derFuchsi » Di 12. Feb 2019, 07:40

Ich habe die Herr Der Ringe Reihe plus Silmarillion (Das ich übrigens besser fand als die Romane selbst) erst nach den Filmen gelesen aber den kleinen Hobbit nicht gelesen (Meine Leihquelle hatte den glaube ich nicht). Ich höre immer dass die Hobbit Filme scheiße wären aber ich kann die Kritik nicht so recht nachvollziehen. Vielleicht etwas gestreckt das Ganze aber an sich fand ich die Filme ganz ok. Um den allenthalben vernommenen Verriss zu verstehen muss man wohl das Buch kennen? Evtl kann mir das jemand erklären der die Filme plus Buch kennt.
Vielleicht bin ich auch einfach nicht besonders anspruchsvoll was Filme betrifft, mag durchaus sein. Hauptsache bunt und es kracht irgendwann. ;)

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falko
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von falko » Di 12. Feb 2019, 08:22

derFuchsi hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 07:40
Hauptsache bunt und es kracht irgendwann. ;)
DAS bekommst du sicher mit den Filmen. :D

Es wurde ja schon angeregt, dass wir eine Folge über Literaturverfilmungen allgemein machen, und das finde ich einen sehr verlockenden Gedanken. Hobbit da könnten wir uns gerade die Bücher vorknöpfen, die wir schon besprochen haben ...

Jackson hat sicher alles getan, um möglichst nah am Buch zu bleiben und die neuen Elemente, Charakter und Storylines so einzuflechten, dass sie nicht grundsätzlich dem Mittelerde-Mythos widersprechen. Aber ich glaube, es ist generell leichter, einen Roman in einen Film einzudampfen, statt dass man ein dünnes Buch breitwalzt. Bei LotR hat Jackson auch viel verändert und umgestellt, immer mit dem Ziel, die Dramaturgie spannender und schlüssiger zu machen, und gerade in "The Two Towers" ist ihm das erstaunlich gut gelungen, finde ich. Beim Hobbit wirkt alles zielloser, vielleicht, weil das konkrete Ziel fehlt und weil die Figurendynamik im Buch weniger hergibt. Thorin und Bilbo eiern im Buch relativ belanglos nebenher, bis Bilbo den Arkenstein stiehlt, aber im Film ist es ein bemühtes Auf und Ab in ihrer Beziehung, mal "Ich traue dir nichts" und "Du hast meinen höchsten Respekt" und dann wieder "Nee, doch nicht".

Bei Twitter, glaube ich, erwähnte jemand, dass ich in der Folge Christopher Tolkien jünger eingeschätzt habe, als er ist, und dass er sich inzwischen aus der Nachlassverwaltung zurückgezogen hat. So kam wohl erst der amazon-Deal zustande, die nun eine Serie über Mittelerde produzieren.

Laut Wikipedia hat Christopher Tolkien 2012 gesagt: „Sie haben das Buch ausgeweidet, um daraus einen Actionfilm für 15- bis 25-Jährige zu machen […] Und es scheint, als werde Der Hobbit vom selben Schlag sein. […] Tolkien ist ein Monster geworden, verschlungen durch seine Popularität und absorbiert durch die Absurdität der heutigen Zeit. […] Der Graben, der sich zwischen der Schönheit, der Ernsthaftigkeit des Werks und dessen aufgetan hat, was aus ihm geworden ist, all das verstehe ich nicht. Bei einem solchen Grad an Kommerzialisierung löst sich die ästhetische und philosophische Kraft dieser Schöpfung in Nichts auf. Für mich gibt es nur eine Lösung: Mich abzuwenden.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Tolkien

Als Fan der unterschiedlichsten Medienarten sehe ich das anders, aber wer weiß, wie ich mit ca 90 Jahren ticken werde. ;)

Hatten wir das Text-Grafik-Adventure in der Folge erwähnt, das damals auch berühmt war, lange vor Jacksons Verfilmung? Selbst das war nicht mal das erste Tolkien-Computerspiel - da geht die Historie noch viel weiter zurück: https://www.lysator.liu.se/tolkien-game ... ology.html
"Getting older is no problem. You just have to live long enough." - Groucho Marx

Jochen
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Jochen » Di 12. Feb 2019, 22:00

Haplo hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 06:03
Alleine, wie Gandalf die 14 Mann starke Truppe nacheinander bei Beorn vorstellt rechtfertigt schon die Lektüre des Buches …
Die Szene fand ich offen gestanden ziemlich schwach und sehr gewollt-und-nicht-richtig-gekonnt kinder-buchig-pseudo-lustig: Haha, der Leser weiß, dass da noch viel mehr Zwerge sind, und hoppla, da sind auch schon zwei mehr, das war beim vorletzten Hoppla zwar schon ein alter Hut, aber hoppla, da sind ja schon wieder welche, haha! Haha? Haha! Lustig, oder? ODER?

Dass der schriftstellerisch um Meilen bessere Gesang der Orks bei dir nicht zündet, diesen Schuh muss sich Peter Jackson anziehen. Da wasche ich meine Hände in Unschuld. Wenn man es genau überlegt, dann bin ob deiner Kritik sogar ein Opfer Peter Jacksons!
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Buch? Mit ... B? Ach! :mrgreen:

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falko
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von falko » Mi 13. Feb 2019, 06:08

Jochen hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 22:00
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Buch? Mit ... B? Ach! :mrgreen:
Als Kompromiss reden wir nächstes Mal vom Bamespodcast.
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Haplo
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Haplo » Mi 13. Feb 2019, 12:52

falko hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 06:08
Als Kompromiss reden wir nächstes Mal vom Bamespodcast.
Solange es nicht der Bumespodcast wird ... ;)
(Tschuldigung - aber Jochen hat ja schon festgestellt, dass mir "kinder-buchig-pseudo-lustig"-Humor liegt :cry: )

Sanity Assassin
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Sanity Assassin » Mi 13. Feb 2019, 14:33

Schöne Folge.
Den ersten Hobbit-Film habe ich neulich nochmal gesehen, und ich muss sagen, dass der stellenweise auch ziemlich super ist. Der ganze Beginn ist z.B. fantastisch (bis zu dem Moment, wo die Truppe gemeinsam das Auenland verlässt), und die Gollum-Passage ist ebenfalls toll. Leider verliert sich der Film danach langsam, aber ich muss mal schauen, ob es nicht vielleicht eine Art Supercut gibt, die den ganzen Schrott entfernt. :D

Heretic
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Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Heretic » Fr 15. Feb 2019, 12:40

Ich habe sowohl den Herrn der Ringe, den Hobbit und das Silmarillion gelesen und empfinde die Hobbitfilme als nicht so schlecht, wie sie oft geredet werden. Sie sind passables Unterhaltungskino mit ein paar Albernheiten und arg übertriebenen Actioneinlagen. Letztere stören mich am meisten, da sie schlichtweg nicht nötig gewesen wären. Aber irgendwie sollte wohl auch der Mainstream-Kinogänger, der Mittelerde nur aus der HdR-Verfilmung kennt und/oder vordergründig auf Fantasy-Action aus ist, befriedigt werden. Mit dem teilweise etwas plumpen Humor kann ich leben. Ein Charakter wie Alfrid hätte nicht sein müssen, aber naja, allzuviel Screentime hat er ja nicht.

Hätte die Hobbit-Verfilmung besser ausfallen können? Klar. Nach meinem Geschmack hätte sich Jackson stärker vom Herrn der Ringe abgrenzen und eine märchenhaftere Richtung einschlagen sollen. Mit Guillermo del Toro an Bord hätte das gelingen können. Als Vollkatastrophe würde ich Jacksons Hobbit-Trilogie aber nicht bezeichnen - allein schon wegen Martin Freeman. Der ist einfach ein erstklassiger Bilbo. :D

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