Folge 13: Der kleine Hobbit

Hier wird über die aktuelle Folge diskutiert. Und über alle anderen natürlich auch.
Benutzeravatar
falko
Beiträge: 247
Registriert: Do 1. Nov 2018, 12:30

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von falko » Sa 16. Feb 2019, 19:26

Und bald im Kino:

TOLKIEN
"I must say I find television very educational. The minute somebody turns it on, I go to the library and read a good book." - Groucho Marx

Nimlod
Beiträge: 40
Registriert: Di 5. Feb 2019, 11:41

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Nimlod » So 17. Feb 2019, 12:03

falko hat geschrieben:
Sa 16. Feb 2019, 19:26
Und bald im Kino:

TOLKIEN
Oh Gott, das sieht für mich ehrlich gesagt absolut gruselig aus. Ich halte nicht viel von verfilmten Biografien. Am Ende wird mir um des Filmes Willen immer viel zu viel hineinerfunden, um die Geschichte und das Leben interessanter aussehen zu lassen. Nur sind die meisten Leute in ihrem Alltag für Außenstehende nicht besonders interessant. Wenn man dann so tut als ob, finde ich das grässlich.
Gebt mir eine gute Dokumentation, aber sowas ... *schauder*

(Vielleicht ist aber auch alles wahr und genauso passiert.)

Benutzeravatar
NobodyJPH
Beiträge: 64
Registriert: So 4. Nov 2018, 21:11
Wohnort: Hessen

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von NobodyJPH » So 17. Feb 2019, 12:53

Ich denke man sollte das nicht als Autobiografie betrachten. Das ist halt ein Spielfilm, der einen wahren Kern enthält. Ins Kino würde ich dafür nicht gehen, aber später bei Prime oder Netflix kann man ja mal reinschauen.

Nimlod
Beiträge: 40
Registriert: Di 5. Feb 2019, 11:41

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Nimlod » So 17. Feb 2019, 13:05

NobodyJPH hat geschrieben:
So 17. Feb 2019, 12:53
Ich denke man sollte das nicht als Autobiografie betrachten. Das ist halt ein Spielfilm, der einen wahren Kern enthält. Ins Kino würde ich dafür nicht gehen, aber später bei Prime oder Netflix kann man ja mal reinschauen.
Das stimmt natürlich, aber ich fürchte dann immer, dass das sozusagen die Betrachtung oder das Gefühl gegenüber einer Person in Mitleidenschaft zieht, wenn du verstehst, was ich meine. Wie wenn du in einer miesen Verfilmung eines Buches einen völlig misslungenen Charakter hast und beim erneuten lesen immer wieder an dieses Unglück denken musst, was dir dann ein wenig Freude an der Sache nimmt, die du vor dem Film noch jungfräulich konsumieren konntest.
Ich würde sowas also nur anfassen, wenn die Kritiken/Rezensionen dazu wirklich hervorragend sind.

Benutzeravatar
NobodyJPH
Beiträge: 64
Registriert: So 4. Nov 2018, 21:11
Wohnort: Hessen

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von NobodyJPH » Mo 18. Feb 2019, 08:36

Klar, es besteht natürlich die Gefahr, dass das Bild von Tolkien dadurch verzerrt wird. Ich vermute aber, dass durchschnittliche Konsument (also u.a. ich) eher weniger über Tolkien weiß und auch hinterher nicht mit seinem Fachwissen angeben wird. Der Schaden für meinen eigenen Konsum dürfte eher gering sein.

Bei einer schlechten Buchverfilmung sehe ich das Problem aber tatsächlich auch! Zum Glück funktioniert das auch in positiver Richtung... Gandalf sieht für mich aus wie Ian McKellen. Und Magneto irgendwie wie Gandalf. 8-)

Nimlod
Beiträge: 40
Registriert: Di 5. Feb 2019, 11:41

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Nimlod » Mo 18. Feb 2019, 21:09

NobodyJPH hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 08:36

Bei einer schlechten Buchverfilmung sehe ich das Problem aber tatsächlich auch! Zum Glück funktioniert das auch in positiver Richtung... Gandalf sieht für mich aus wie Ian McKellen. Und Magneto irgendwie wie Gandalf. 8-)
Absolut. In der Hobbit-Besprechung hat es Falko ja auch schon kurz angesprochen. Die Figuren der HdR-Filme sind so gut besetzt, dass sie bei mir - und ich vermute bei fast allen anderen ebenso - die Vorstellung der Personen beim Lesen komplett eingenommen haben.
Ein anderes Beispiel wäre bei mir bspw. Harry Potter. Auch wenn die Filme nicht alle so perfekt waren und mancher nicht der beste Schauspieler ist, optisch sind die fast alle perfekt besetzt.
In solchen Fällen ist das imo ein großer Gewinn für die eigene Fantasie beim Lesen.
Aber bei so biografischen Zeug reicht mir ein Wikipedia-Foto und weiß wie der Typ wirklich ausgesehen hat und mehr brauche ich in einem historischen Kontext nicht, vor allem nicht, wenn es dann mutmaßlich Hollywood-artig verfilmt wird.

Arre
Beiträge: 1
Registriert: Do 4. Feb 2021, 12:26

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von Arre » Do 4. Feb 2021, 12:44

Hallo, alle zusammen!

Da ich neulich erst angefangen habe Kapitel Eins zu lesen, hole ich gerade interessante Folgen für mich nach und äußere mich massiv zeitverzögert. Also, auch wenn es keinen mehr interessiert... ein paar Äußerungen meinerseits :D :

1. Aus meiner persönlichen Perspektive ist mir schleierhaft wie man den Hobbit mögen kann und HdR nicht. Ich "musste" den Hobbt in der 6. Klasse in der Schule lesen und fand es damals sehr schwer erträglich (am Ende hatte ich jedoch auch etwas Gefallen daran. Vor allem durch Gollum). Es war mit zu kindisch und salopp dahingeschrieben. Den Herrn der Ringe habe ich erst viel später gelesen (circa 19). Anlass war, dass ich das Ring-Gedicht in einer Spiele-Zeitschrift gelesen hatte, mit einem kleinen Vorbericht für die Verfilmung, und es so gut fand, dass ich unbedingt das Buch lesen wollte (bis dahin habe ich um dieses giftgrüne Buch immer einen großen Bogen gemacht, weil mir mein Vater als Kind die Comic-Verfilmung gezeigt hat und mir die viel zu gruselig war).
Wie dem auch sei: Als ich ihn dann gelesen habe, war ich unfassbar begeistert und weiß noch wie ich einem Freund am Telefon sagte, dass es das beste ist, was ich je gelesen habe. An jeder Stelle des Herrn der Ringe hat man den Eindruck man könnte Tolkien zu Landschaft, Sprache und Biographie der Charaktere befragen und er könnte seitenweise auf Details eingehen. Es ist komplett durchdacht und hat eine Tiefe, die Jahrtausende umfasst. Das sieht man dann auch, wenn man das Silmarillion liest. Worauf ich hinaus will: Das ist im HdR so... Im Hobbit war das noch lange nicht so bzw. wenn nicht thematisiert. Zudem natürlich der Ton des HdR viel düsterer ist und der Eindruck entsteht, dass es um etwas Bedeutsames geht. In jedem Fall meine persönliche Meinung ist, dass der HdR das bei weitem interessantere Buch ist und der Hobbit allenfalls ein erster Gehversuch in diese Richtung

2. Was das Thema Frauen betrifft: Ich hatte damals den Eindruck, dass Tolkien mit Éowyn sogar eine leicht feministische Botschaft einbringt. Schließlich ist sie als Frau in der Lage den Hexenkönig von Anmar zu töten, was kein Mann tun kann, nur eine Frau. Und sie reitet mit in die Schlacht und lässt sich das nicht verbieten, trotz der Konventionen. Insofern finde ich, dass Tolkien in diesem Aspekt unrecht getan wird, wenn man ihm vorwirft, dass er diesem Thema keine Beachtung geschenkt hat. Er hat dies sicher nicht in großer Ausführlichkeit getan. Ich finde aber, dass seine Haltung sehr klar wird - die besagt, dass Frauen den gleichen Stellenwert wie Männer verdienen. Dass das für uns heute im Vergleich sehr wenig ist, ist meines Erachtens der Zeit geschuldet.

3. Was die Verfilmungen betrifft, bin ich leider der gängigen Meinung: Herr der Ringe war hervorragend, Der Hobbit nicht. Die Schwierigkeit ergibt sich für mich einfach daraus, dass man den Hobbit auf drei Filme aufgeblasen hat. Einer hätte für den Hobbit gereicht, maximal zwei. Und man hat auch versucht die Tonalität dem Herrn der Ringe anzugleichen, das gibt das Werk aber einfach nicht her.

Viele Grüße!

Benutzeravatar
falko
Beiträge: 247
Registriert: Do 1. Nov 2018, 12:30

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von falko » Do 4. Feb 2021, 13:03

Willkommen im Forum. Natürlich interessiert uns das immer noch! :D

Die Folge über den "Hobbit" ist übrigens die Episode mit den meisten Downloads insgesamt bei uns.
"I must say I find television very educational. The minute somebody turns it on, I go to the library and read a good book." - Groucho Marx

Benutzeravatar
NobodyJPH
Beiträge: 64
Registriert: So 4. Nov 2018, 21:11
Wohnort: Hessen

Re: Folge 13: Der kleine Hobbit

Beitrag von NobodyJPH » Sa 6. Feb 2021, 07:19

Arre hat geschrieben:
Do 4. Feb 2021, 12:44
3. Was die Verfilmungen betrifft, bin ich leider der gängigen Meinung: Herr der Ringe war hervorragend, Der Hobbit nicht. Die Schwierigkeit ergibt sich für mich einfach daraus, dass man den Hobbit auf drei Filme aufgeblasen hat. Einer hätte für den Hobbit gereicht, maximal zwei. Und man hat auch versucht die Tonalität dem Herrn der Ringe anzugleichen, das gibt das Werk aber einfach nicht her.
Ich hätte wirklich gerne gesehen, was für ein Film "Der Hobbit" geworden wäre, wenn man versucht hätte den bestmöglichen Film darauf zu machen. Näher an der Vorlage, definitiv keine drei Filme... ich glaube da hätte ein guter Film dringesteckt.

Antworten