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Folge 8: Ein letzter Drink

Verfasst: Mo 3. Dez 2018, 20:07
von Jochen
Feedback und Diskussionen zur Episode rund um Dennis Lehane und sein Ermittlerduo sind hier genau richtig.

Re: Folge 8: Ein letzter Drink

Verfasst: Di 4. Dez 2018, 10:00
von fiorell
Oh, habe gar nicht gesehen, dass ihr hier ein neues Forum aufgebaut habt und noch ganz doof im alten gepostet. Hier nochmal meine ganz kurzen Gedanken zu Folge 8 (gekürzter Beitrag aus dem alten Forum):

Vielen Dank für dieses Buch, das hätte ich ohne den Podcast nie im Leben gelesen, und es war ganz toll. Ich hatte mir quasi schon fest vorgenommen es nicht zu mögen und sah mich auf den ersten Seiten bestätigt - zynischer, trinkender Detektiv, korrupte Politiker, entwendete Dokumente die sich höchstwahrscheinlich als wichtiger herausstellen werden als behauptet, bla bla, Klischee, bla, Klischee und Klischee. Aber so einfach ist diese Buch dann doch nicht und bei den platten Klischees bleibt es ja dann eben auch nicht - wie ihr in der Folge ganz deutlich macht. Zusätzlich - und das rechne ich dem Buch ganz hoch an - habe ich immer mal wieder herzlich lachen müssen. Nicht zuletzt ist übrigens auch der Plot gut und spannend und hält einen am Lesen.
Viel mehr habe ich zu dem Buch gar nicht zu sagen, eure Folge bespricht das Buch ja recht umfassend.

Ich habe übrigens die deutsche Neuübersetzung gelesen, und mir ist da nichts negativ aufgefallen :)

Nun bin ich sehr gespannt, was ihr über Elevation zu sagen habt...

Grüße,
Fiorell

Re: Folge 8: Ein letzter Drink

Verfasst: Di 4. Dez 2018, 22:03
von Nordhesse80
Nach der Folge habe ich mir Ein letzter Drink gekauft und war begeistert.

Die Handlung war zwar auch spannend und hätte mich wohl zum weiterlesen motiviert, aber in den Bann haben mich die Charaktere gezogen.
Selbst Personen die nur am Rande in Erscheinung getreten sind, wurden so eingeführt, dass sie nicht nur wie Statisten wirkten. Ein Bubba zum Beispiel wirkte nur durch die Beschreibungen schon mächtig und gefährlich, aber er bekam genug Facetten um nicht zum Abziehbild eines hohlen Killers zu werden.

Wäre an einer Stelle nicht noch ein Gameboy gekauft worden, hätte ich fast vergessen wann das Buch geschrieben wurde. Da dachte ich nur kurz warum er sowas altes kauft. :lol:

Viel kann ich hier jetzt zwar nicht beitragen, aber das folgende muss ja auch mal gesagt werden.
Danke für den Podcast über das Buch. Das war unter den Büchern die ich bisher gelesen habe eines meiner Highlights.
Der zweite Teil ist auch bereits auf meinem Kindle und ich bin gespannt wie er es schafft den Charakteren auch eine glaubhafte Entwicklung zu geben, oder ob sie emotional auf der Stelle treten.

Re: Folge 8: Ein letzter Drink

Verfasst: Mi 5. Dez 2018, 11:03
von Nordhesse80
Als kleiner Nachtrag noch mein Lieblingssatz bezüglich Bubba.

"Bubba vermisst dich sehr, Phil."

Gerade im Bezug zu den vorherigen Ereignissen war dieser Satz das berühmte i Tüpfelchen und liess mich grinsend und tief zufrieden zurück. :D

Re: Folge 8: Ein letzter Drink

Verfasst: Mi 27. Feb 2019, 08:30
von Ingmar
Dennis Lehane hat mich durch die Verfilmungen von Mystic River, Gone, Baby, Gone und Shutter Island schon seit Jahren interessiert. Dass ich mittlerweile endlich mal begonnen habe, mich mit seinen Büchern auseinanderzusetzen, ist allerdings euch zu verdanken. Ihr habt das Fass quasi zum Überlaufen gebracht. Vielen Dank dafür; ich hatte eine hervorragende Zeit mit der engl. Ausgabe von A Drink Before the War. :) Aktuell bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich direkt mit der Kenzie-und-Gennaro-Reihe weitermache oder zwischenzeitlich Mystic River lese. Ich denke, innerhalb der nächsten Tage weiß ich mehr und bin in jedem Fall gespannt auf Lehanes nächstes Buch.

Neben den starken Charakteren und der Dynamik zwischen Kenzie und Gennaro hat mir u.a. das Worldbuilding super gefallen. Das Boston, das Lehane schildert, fühlt sich für mich zu keinem Zeitpunkt wie ein "ausgedachter Ort" an. Auch wenn Lehane aus Boston stammt, empfinde ich das nicht als Selbstverständlichkeit und kann nur den Hut davor ziehen, wie vermeintlich "authentisch" sich der Handlungsort beim Lesen anfühlt. Die regelmäßigen Verweise auf das damalige Zeitgeschehen - beispielsweise im Fall der L.A. Riots - tun ihr Übriges.

Natürlich muss ich auch kurz Bubba erwähnen. Schon die Beschreibungen im Podcast haben mich zum Schmunzeln gebracht. Beim Lesen ging es mir nicht anders. Schön zu hören, dass seine Rolle im Verlauf der Reihe größer zu werden scheint. :)