Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Hier wird über die aktuelle Folge diskutiert. Und über alle anderen natürlich auch.
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falko
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Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von falko » Mo 13. Mai 2019, 20:40

Stephen Kings Werk von 1983 galt zum Erscheinen als eines seiner grausigsten Werke. Ursprünglich hatte er den Roman nicht einmal veröffentlichen wollen. In dieser Folge fragen sich Jochen und Falko, ob „Friedhof der Kuscheltiere“ auch heute noch angsteinflößend ist oder nur als Schauergeschichte für D-Jugendmannschaften taugt, die im Odenwald im Trainingslager sind.

Viel Spaß mit der neuen Folge!

https://www.buchpodcast.de/2019/05/13/f ... cheltiere/
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Shenmi
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von Shenmi » Fr 17. Mai 2019, 12:56

Wiedermal eine gelungene Folge!
Leider kann ich mich nicht so recht daran erinnern, aber ich glaube das Friedhof der Kuscheltiere auch mein erstes King Buch gewesen ist.
Ich habe es damals aus den Hinterlassenschaften meines Dad`s herausgekramt, sicherlich nicht so viel älter als Jochen. Zum Glück hatte meine Mom keine Ahnung was ich da so lese. Und auch ich fand es sehr gruselig.
Seither habe ich auch schon oft überlegt es nochmal zu lesen. Aber ich habe solche Angst mir diese Assoziationen kaputt zu machen, weil ich es nachher doch nicht mehr so eingängig finde.
Aber bei euch scheint das ja auch nicht passiert zu sein. Na ja, mal sehen.

Nun wünsche ich mir nur noch eine Besprechung meines/meiner Lieblings King(s). Nämlich den Dark Tower Büchern, besprochen in einer epischen 2.5 Stunden Episode.
The gunslinger habe ich auch schon in jungen Jahren gelesen, mich durchgequält und dann beim zweiten Buch abgebrochen. Gott fand ich das holperig.
Ich meine drei Anläufe gebraucht zu haben bis ich dann endlich Zugang fand. Dann hat es mir gut gefallen bis ich The wizzard and glass gelesen habe.
Meine Güte, dass hat mich umgehauen. Bis heute ist das eines meiner absoluten Lieblingsbücher.
Ich habe die ganze Reihe mehrmals gelesen, aber dieses eine auch einzeln und öfter als alle anderen. Angefangen von der Magie/Mystik, über die Liebesgeschichte, Drama, Tragik, Krieg... Das ist einfach nur toll geschrieben.

Ein Mädchen hofft also auf eine Besprechung, die es sehr glücklich machen würde. Genau wie eine Besprechung von The girl next door/Evil.
Ein Mädchen kann aber auch geduldig warten. ;)

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NobodyJPH
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von NobodyJPH » Fr 17. Mai 2019, 18:23

Ich habe das besprochene Werk natürlich mal wieder nicht gelesen. Die Ausführungen zum deutschen Titel fand ich allerdings sehr interessant. Denn obwohl ich zustimmen muss, dass die Alternativtitel nicht sehr klangvoll sind, hat mich ausgerechnet der Titel damals davon abgehalten das Buch zu lesen. "Eine Horror-Story mit Kuscheltieren? Danke, nein."

Bei dieser Episode habe ich tatsächlich den Spoilerteil vermisst. Ich bin doch immer so neugierig und lese zu wenig, um das alles nachzuholen.

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straksine65
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von straksine65 » So 19. Mai 2019, 06:45

Ich wollte mich mit einer Anmerkung zu Jud melden... Das Buch habe ich in den 80ern gelesen, als ich jeden King gekauft habe, den ich auf dem Wühltisch ergattern konnte.
Da ich gerade on Tour bin, kann ich leider keine Textbelege vorweisen, würde meine Gedanken zur Figur aber trotzdem gerne vorstellen...
Ich werde bei Jud das Bild der Schlange im Paradies nicht los.
Er scheint mir keineswegs der nette, väterliche Freund zu sein, als der er erscheint.
1. Jud ist tief in der Gegend verwurzelt. Er kennt die Riten. Er weiss, was mit denjenigen passiert, die vom Friedhof "zurück kommen".
2. Obwohl er weiss, WAS zurück kommt, zeigt er der Familie den Doppelfriedhof
3. Auch die Schlange im Paradies schien Evas Freund zu sein...
4. Mit dem Friedhof bietet Jud die scheinbare Aussicht auf Gottgleichheit, auf die Macht, die Toten auferstehen zu lassen - das MUSS schief gehen
5. Was Juds kranke Frau angeht, so ist dieser Teil der Geschichte kein Quid pro Quo, sondern nur fabrizierte Ursache. Die Rettung der Ehefrau dient nur dazu, dass Jud seinem jungen Freund sagen kann: Schau... Eine Hand wäscht die andere... Ich bin dir so dankbar, dass...
6. Der wichtigste Punkt aber ist, dass Jud weiss, was geschehen wird und trotzdem alles tut, um die Familie zum absoluten Grauen zu führen.

Fazit:
Jud ist für mich eine Teufelsgestalt. Er gibt sich als Freund aus und lockt mit der Macht über Leben und Tod. Er weiss um Verzweiflung der Familie und nutzt diese aus.
Die Auferstehung der Katze ist sozusagen die Generalprobe. Als die Familie darauf eingeht, hat er praktisch schon gewonnen.
Eigentlich ist er eine klassisch- mephistophelische Figur. (Womit King dann auch uns LeserInnen hereingelegt hätte, die wir Jud ebenfalls für einen netten Kerl halten)

Was denkt ihr?
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falko
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von falko » So 19. Mai 2019, 13:33

Interessante Überlegungen, @straksine65! Hat jetzt dazu geführt, dass ich dreißig Minuten über die Schlange und den Sündenfall nachgelesen habe, danke auch. :D

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Einschätzung teilen kann, denn die biblische Schlange verführt, vom "Baum der Erkenntnis" zu essen, was ich nicht mit Gottgleichheit oder der Macht, die Toten auferstehen zu lassen, gleichsetzen würde. Auch die folgende Vertreibung aus dem Paradies hat nicht unbedingt mit Sterblichkeit zu tun. (Ich lasse mich gern korrigieren, da bin ich nur Laie.)

Keine Frage: Die Rettung von Juds Ehefrau ist ein kalkulierter Kunstgriff, um überhaupt erst Jud dazu zu bringen, den Friedhof zu verraten. Aber ich habe ihn nie irgendwie teuflisch oder verführerisch gelesen, zumal er schnell von Schuldgefühlen erfasst wird - der Gewissheit, dass ER nicht stark genug war, der Versuchung des Friedhofs zu widerstehen.

Insofern ... ist er nicht Eva? ;)
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Insanity
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von Insanity » So 19. Mai 2019, 16:20

Wunderbarer Podcast, vielen Dank dafür.

Ich habe „Friedhof der Kuscheltiere“ als Jugendlicher um die Jahrtausendwende gelesen und weiß noch genau, wie eisig ich mich gegruselt habe, als Louis der Geist des toten Studenten erschien. Die Art und Weise, wie man mit dieser sympathischen, jederzeit glaubwürdigen Familie mitfiebern MUSS, ist sensationell. Ich stimme der Buchbesprechung also voll und ganz zu und schwelgte beim Hören richtiggehend in wohliger Erinnerung an ein famoses Buch. Wie Louis auf Gages Wange Moos erblicken muss bei der Exhumierung, hat sich mir besonders ins Gedächtnis gebrannt. Zu jeder Zeit nahm ich dem trauernden, verzweifelten Vater daher sein Verhalten ab, und bis heute erinnere ich mich an den letzten Satz des Buches: „Hallo, Liebling.“ Grausam gut.

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straksine65
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von straksine65 » So 19. Mai 2019, 17:55

falko hat geschrieben:
So 19. Mai 2019, 13:33
Interessante Überlegungen, @straksine65! Hat jetzt dazu geführt, dass ich dreißig Minuten über die Schlange und den Sündenfall nachgelesen habe, danke auch. :D

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Einschätzung teilen kann, denn die biblische Schlange verführt, vom "Baum der Erkenntnis" zu essen, was ich nicht mit Gottgleichheit oder der Macht, die Toten auferstehen zu lassen, gleichsetzen würde. Auch die folgende Vertreibung aus dem Paradies hat nicht unbedingt mit Sterblichkeit zu tun. (Ich lasse mich gern korrigieren, da bin ich nur Laie.)
Erstmal danke... Den ersten Absatz nehme ich mal als Kompliment. 😉

Zu dem zweiten Absatz:
Da habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt.
Im Paradies genießen Adam und Eva Unsterblichkeit. Diese verlieren sie durch die Vertreibung. Durch die Vertreibung will Gott verhindern, dass sie, ausser vom Baum der Erkenntnis, auch noch vom Baum des Lebens essen und so trotz ihres Sündenfalls die Unsterblichkeit behalten. (Genesis 3,22)

Und hier kommt der zweite Deutungsstrang hinzu:
Spätestens wenn Louis seinen Sohn auf dem indianerfriedhof begräbt, weiss er, dass er sich zu Gott erhebt, denn nur Gott kann die Toten auferstehen lassen. Alles andere ist keine gute Idee. Trotzdem tut er es.

Mir ist noch etwas aufgefallen... Ziemlich am Anfang wird die kleine Tochter mit dem Spitznamen "Indische Prinzessin" belegt, aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe. Ich kenne nun den englischen Text nicht... Aber könnte hier nicht tatsächlich eine "Indianer- Prinzessin" gemeint gewesen sein? ("Indian Princess"... Mic Mac Indianer... )
Bemerkenswert erscheint mir auch, wie die Kleine nach dem Besuch des Tierfriedhofs förmlich Gott herausfordert, indem sie ruft, Gott solle sich seine eigenen Katzen holen und ihren Churchill in Ruhe lassen. An der Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass der Kater "Church" = "Kirche" gerufen wird. (In die die Familie übrigens Sonntags nicht geht...)

Ach ja... Tausend Ideen...

Und der gute... oder auch weniger gute... Jud... über den wird noch zu reden sein... 🤔☺️
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Ironic Maiden
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von Ironic Maiden » Mo 20. Mai 2019, 18:34

Zu dem Aspekt mit dem "Acker"/"soil" im Herzen eines Mannes möchte ich ein paar Punkte sagen. Ich denke, dass damit auf das Motiv der Fruchtbarkeit bzw. der Schaffung oder Zeugung von Leben verwiesen wird, dass im Text ständig präsent ist. So ist Louis z.B. skeptisch, was die Kastration des Katers angeht. Am Anfang ist er völlig dagegen und auch später denkt er beinahe immer wenn er Church sieht in irgendeiner Form darüber nach, was er dem armen Tier seiner Meinung nach angetan hat und dass er jetzt irgendwie unvollständig wäre. Mir ist das beim Lesen massiv aufgefallen und ich war ziemlich genervt davon, welchen Stellenwert die Hoden seines Haustieres für Louis haben. Andererseits passt es sehr gut dazu, dass Louis als Arzt die Erhaltung von Leben als höchstes Gut begreift. Und der Arzt, der irgendwann die ethische Grenze überschreitet und versucht selbst Leben zu schaffen, ist ein gängiges Motiv seit Frankenstein. Dies wird auch häufig als Versuch von akademisch gebildeten Männern gesehen, die Kränkung dass sie, obwohl sie als Männer und Wissenschaftler doch eigentlich die Krone der Schöpfung sind, kein Leben gebären können, durch die Schaffung eines künstlichen Lebens zu überwinden. Das würde als Interpretation jetzt für "Pet Sematary" zu weit gehen, aber ich denke schon, dass die Aussage, dass der Boden im Herzen eines Mannes steiniger ist als der einer Frau zumindest in diese Richtung verweist.

Ähnlich ist es ja auch mit dem "sauren Boden" auf dem Friedhof. Wobei ich jetzt beim Lesen gemeint habe das so zu verstehen, dass die Indianer durch Kannibalismus (der allerdings vom Wendigo initiiert wurde) den Friedhof selbst entweiht haben. Es ist also nicht die Erde, die böse ist, sondern die Menschen haben sie dazu gemacht. Passend dazu haben die Lastwagen auf der Straße auch Kunstdünger geladen. Man könnte also - wenn man interpretatorisch so richtig in die Vollen gehen will - dass die Versuche der Menschen, unfruchtbaren Boden selbst wieder zu verbessern, letztendlich wiederum Todesopfer - nämlich die Verkehrstoten - verursachen. Genau wie Louis' Versuch, seine Familie wieder zu vervollständigen, nur zu mehr Toten führt. Was der Mensch zerstört hat, kann er selbst nicht reparieren.
straksine65 hat geschrieben:
So 19. Mai 2019, 17:55

An der Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass der Kater "Church" = "Kirche" gerufen wird. (In die die Familie übrigens Sonntags nicht geht...)

Spannend finde ich in dem Zusammenhang, dass der Begriff "cemetary" auf Englisch einen Friedhof ohne eigene Kirche bezeichnet. (Die Friedhöfe neben Kirchen sind "graveyards".) Wenn der Glaube fehlt, wird der Mensch -oder Kater- selbst zu Gott?!

Ich werde in diesem Leben wahrscheinlich kein King-Fan mehr, aber mir haben die vielen Verweise auf Trauer- und Beerdigungsrituale gut gefallen. Ich sehe den Tierfriedhof im Roman als "Übungsfeld" für die Kinder der Umgebung an, mit dem Tod umgehen zu lernen und eigene Bewältigungsstrategien für die Trauer zu finden, z.B. durch die Beschriftung und den Schmuck eines Grabes. Das ist auch sehr sinnvoll, wenn man an einem Ort lebt, an dem man theoretisch ständig in Versuchung geführt wird, die Toten wiederzubeleben.

Insanity
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von Insanity » Mo 20. Mai 2019, 21:49

Sehr interessant sind auch die Namen in der Erzählung:

Der Familienname Creed, also „(Glaubens-)Bekenntnis“, ist beinahe plakativ und stellt sofort den religiösen Bezug her. Übersetzt man es aber mit „Kredo“, also im Sinne von Verhaltenskodex, passt das natürlich ebenfalls zur Geschichte, in der ja einige der gesellschaftlich größten Tabus wie die Ruhe der Toten gebrochen werden.

Rachel bedeutet einfach nur „Mutter“ - das ist ja fast schon ein Scherz. Aber dann:

Louis wird wörtlich mit „berühmter Kämpfer“ übersetzt - und ficht unsere Hauptfigur nicht einen Kampf aus zwischen dem, was der schulmedizinische Verstand als richtig erkennt und was das trauernde, gequälte Herz dennoch aus dem Dunkeln heraus dem leidenden Vater zuflüstert? Wie will man die fünfte und letzte Phase der Trauer, die Akzeptanz, je erreichen, wenn die Versuchung in Form des pervertierten Gottesackers quasi direkt hinter dem Haus sirenenhafte Versprechungen macht?

Dann haben wir Gage, laut dem allwissenden Internet etymologisch vom altenglischen „Guage“ abstammend, was mit „das Maß“ übersetzt wird. Die Bedeutung des Namens ist aber eher „Der Prüfer“. Und Louis wird bei Gott geprüft, oh ja ... und scheitert. Er bringt in seiner Agonie der Trauer nicht die Kraft auf, seinen Sohn ziehen und dessen Grab in Ruhe zu lassen. Insofern sehe ich in der spannenden Garten Eden-Analogie Gage als den Apfel; die Schlange wäre dementsprechend der Friedhof selbst mit seinem unheiligen Versprechen, auf ewig Verlorenes wiederzubringen.

Bei der Tochter Ellie dachte ich erst, die Kurzform käme vom ebenfalls biblischen Elisabeth („Gott ist Fülle“), allerdings verriet mir eine King-Wiki, dass es tatsächlich der Diminutiv von Eileen („Die Wärmende“) ist. Da kann man jetzt natürlich alles und nichts reininterpretieren. :)

Und Jud? Nun, das ist interessant. Es gilt zumeist als die Kurzform von Jordan. Im Hebräischen bedeutet dies „das Fließende“; ich denke, „Fluss“ ginge auch noch durch. ;) Dass ausgerechnet Jud viele Menschen indirekt über den Jordan schickt, indem er Louis den Mic Mac-Friedhof zeigt (was ihn, da stimme ich Falko zu, tatsächlich eher zur Eva macht), ist sicher kein Zufall bei dessen Namenswahl.
Im germanischen Sprachraum - und ich traue King als studierter Englischlehrer dieses Wissen durchaus ebenfalls zu - bedeutet Jordan aber eher „wagemutige Erde“. Als ich das gerade gelesen habe, hatte ich wirklich kurz Gänsehaut im Nacken. Das passt zu gut, um Zufall zu sein. Louis wagt es, seinen Sohn auf dem unheiligen Boden zu begraben - und verliert alles, was wirklich wichtig ist. Und wirkt die Beschreibung der Bilderbuchfamilie auf den ersten zweihundert Seiten des Romans nicht geradezu ... paradiesisch? :)

Shenmi
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Re: Folge 20: Friedhof der Kuscheltiere

Beitrag von Shenmi » Mo 27. Mai 2019, 13:18

Insanity hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 21:49


Rachel bedeutet einfach nur „Mutter“ - das ist ja fast schon ein Scherz. Aber dann:

Da ich mich momentan im Zuge einer eigenen Geschichte mit der Bibel auseinandersetze, möchte ich hier anmerken das es sich hierbei auch um die amerikanisierte Version des Namens Rahel handeln könnte.
Ich selbst bin zwar nicht bibelfest, bin aber im Zuge der Serie The handmaids tale auf Rahel und Lea gestoßen, deren Geschichte dort von den religiösen Extremisten, den Söhnen Jacobs, missbraucht wird.

"Als Rahel sah, dass sie Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich. 2Jakob aber wurde sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. 3Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; geh zu ihr, dass sie auf meinem Schoß gebäre und ich doch durch sie zu Kindern komme."

https://youtu.be/gW-ojR99BsI?t=25

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