Vorschläge

Gepflegte Diskussionen über (gute) Bücher und alles, was damit zu tun hat.
Insanity
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Re: Vorschläge

Beitrag von Insanity » Fr 8. Mär 2019, 11:28

KingSirus hat geschrieben:
Mi 6. Mär 2019, 18:32
Hallo Falko und Jochen,

endlich habe ich mich auch mal dazu durchgerungen mich hier anzumelden, da ich eigentlich nicht mehr unbedingt der Mensch bin, der viel in Foren unterwegs ist. Gleichermaßen bin ich aber auch Buchhändler und konnte so auf lange Sicht nicht der Verlockung widerstehen auch mal Buchempfehlungen hier in den Raum zu werfen.

1) Die Werke von A. Lee Martinez (im speziellen "Die Kompanie der Oger", der einzige seiner Romane der meines Wissens nach leider nicht mehr aufgelegt wird, aber mit Abstand sein bestes Werk ist)
Da Falko in seiner Top 10 Bücherliste Adams und Pratchett erwähnt, kann ich nicht anders als A. Lee Martinez empfehlen. Für mich einer der Autoren, die am ehesten in die Fußstapfen dieser beiden Herren zu treten vermag (gemeinsam mit bspw. Max Brooks - der aktuell aber eher zum literarischen One-Hit-Wonder verkommt - und Walther Moers).
Mein Lieblingsroman von Martinez ist "Die Kompanie der Oger". Darin geht es um Never Dead Ned, der immer wenn er stirbt von einer guten Fee wiederbelebt wird. Dies geht ihm ganz schön auf die Nerven, da er dadurch dem Leben überdrüssig geworden ist. Aufgrund dieses Umstands wird er der Kompanie der Oger als neuer Kommandant zugewiesen. Denn diese bringen jeden ihrer Kommandanten umgehen um, daher dachte man sich scheinbar wäre ein offenbar unsterblicher Anführer eine gute Idee. Und in der Tat bringen die drei Offiziere der Kompanie Ned auch noch in derselben Nacht um die Ecke, staunen aber nicht schlecht als dieser am nächsten Morgen wieder auf der Matte steht. Aber nicht ganz ohne Haken. Denn Neds gute Fee hat ihm gesteckt, dass dies das letzte Mal war, wo sie ihn wiederbelebt hat und er nun allein zurecht kommen muss. Und plötzlich merkt Ned... er hängt doch an seinem Leben!
Daraus entspinnt sich eine unglaublich schräge, aber auch überaus unterhaltsame Geschichte.
Falls ihr Bewertungen von Leseseiten bevorzugt: 3,9 Sterne bei Lovelybooks (45 Bewertungen), 68° Couch- und 89° Leser-Wertung bei Phantastik-Couch und ebenfalls 3,9 Sterne bei Goodreads (4.531 Stimmen, Höchster Anteil: 39% bei 4 Sternen)

2) Grimescribe - Sein Leben und Werk von Thomas Ligotti
Ich bin zufällig 2017 auf diese Kurzgeschichtensammlung gestoßen und war wie weggeblasen. Und da die beiden Herren dem Horror nicht abgeneigt sind mit Stephen King auf beiden Listen vertreten und dazu noch Cliver Barker bei Falko, will ich dieses Buch euch wärmstens ans Herz legen. Vor allem nachdem ihr euch mit Lovecraft erst kürzlich beschäftigt habt und seiner Betrachtung von Horror in der Literatur. Denn Thomas Ligotti ist für mich nichts anderes, als der rechtmäßige Nachfolger von Lovecraft. Ein absolutes Muss, wenn man Horrorliteratur mag.
Im Übrigen sei gesagt, dass in diesem Fall die deutsche Ausgabe vom Festa Verlag ein um LÄNGEN besseres Cover dem Buch verpasst hat, als die englischsprachigen Verlage. Außerdem ist das Werk im englischen scheinbar schon 1991 erschienen, aber erst 2015 zu uns nach Deutschland geschwappt.
Auch hier andere Bewertungen: 4,3 Sterne bei Lovelybooks (Aktuell "nur" 6 Bewertungen), 95° Couch- und 90° Leser-Wertung bei Phantastik-Couch und 4,16 Sterne bei Goodreads (1.237 Stimmen, Höchster Anteil: 44% bei 5 Sternen)

3) Slade House von David Mitchell
Den meisten dürfte David Mitchell dank seinem Roman "Cloud Atlas" oder im deutschen "Wolkenatlas" und dessen Verfilmung ein Begriff sein. Ich habe ihn jedoch mit "Slade House" für mich entdeckt. Das wirklich beeindruckende an diesem Autor ist, dass er nicht wie viele Kollegen einem gewissen Genrebereich treu bleibt, sondern immer wieder Genres für sich auskundschaftet. So landete er mit seinem vorletzten Buch "Die Knochenuhren" im Horrorbereich und schrieb dazu mit "Slade House" eine Art Spin-Off, welches aber komplett für sich selbst steht. Und ich muss sagen, die von Rowohlt verfasste Buchbeschreibung ist dermaßen gut, dass ich sie hier einfach zitieren will (stellt sie euch mit einer schaurigen Stimme vorgelesen vor):
"Geh die Slade Alley hinunter - schmal, feucht und leicht zu verfehlen, selbst wenn du sie suchst. Finde das kleine schwarze Eisentor in der Mauer zur Rechten. Keine Klinke, kein Schlüsselloch, aber wenn du es berührst, schwingt es auf. Tritt in den sonnendurchfluteten Garten eines alten Hauses, das dort unpassend wirkt: zu nobel für die schäbige Nachbarschaft, irgendwie zu groß für das Grundstück. Ein Fremder begrüßt dich und führt dich hinein. Zunächst möchtest du gar nicht mehr fort. Dann merkst du, dass du es nicht mehr kannst. Denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein "Gast" ins Slade House eingeladen. Doch warum wurde er oder sie ausgewählt, von wem und zu welchem Zweck? Die Antwort findet sich dort am hinteren Ende des Flurs, oben am Absatz der Treppe."
In dem Werk begleiten wir 5 aufeinanderfolgenden "Gäste" im Slade House, wodurch sich die Geschichte hinter dem Haus immer mehr entspinnt.
Weitere Bewertungen: 3,8 Sterne bei Lovelybooks (33 Bewertungen) und 3,81 Sterne bei Goodreads (43.200 Stimmen, Höchster Anteil: 44% bei 4 Sternen)
Besondere Erwähnung: Platz 4 bei den Goodreads Choice Awards 2015 in der Kategorie Horror

4) Die Werke von S. G. Browne (im speziellen "Schicksal!")
Ich tue mich schwer damit Romane in englischer Sprache zu lesen, aber das ist der einzige Autor, bei dem ich immer wieder schwach werde es vielleicht doch zu versuchen, denn von seinen acht Romanen und zehn Kurzgeschichten, sind lediglich drei Romane ins deutsche übersetzt worden. Dies sind: "Anonyme Untote" (bei Heyne erschienen, soweit ich weiß stillgelegt), "Schicksal!" und "Pechvogel" (beide bei Droemer erschienen mit furchtbaren Covers). Und ich lechze verzweifelt nach mehr von diesem Autor.
Denn jedes seiner Werke erzählt eine verrückte Geschichte, in die sich jedoch stets eine Prise Gesellschaftskritik versteckt ohne aber jemals mit dem mahnenden Zeigefinger daher zu kommen.
Anonyme Untote - Andy stirbt bei einem Autounfall, doch im Gegensatz zu seiner Frau kehrt er als Zombie auf Erden zurück. Damit ist er nicht allein, denn in der Gesellschaft gibt es viele Zombies. Jedoch sind sie keine nach Menschenfleisch lechzenden Monster, die das Ende der Welt einleiten, sondern arme Geschöpfe die von den Lebenden - "Atmer" genannt - diskriminiert werden. Um diesen neuen Lebensumstand verarbeiten zu können, schließt er sich einer Selbsthilfegruppe für Zombies an. Er beginnt sich nicht nur in die Zombin Rita zu verlieben, sondern setzt sich auch mit der Selbsthilfegruppe zunehmend für die Rechte von Zombies ein. Doch eines Tages begegnet er dem Zombie Ray. Ab da ändert sich nicht nur das Leben von Andy, sondern auch das der anderen Teilnehmern der Selbsthilfegruppe!
Bewertungen: 3,7 Sterne bei Lovelybooks (55 Bewertungen) und 3,83 Sterne bei Goodreads (5.826 Stimmen, Höchster Anteil: 36% bei 4 Sternen)
Schicksal! - Das Buch handelt vom personifizierten Schicksal, der keinen Bock mehr auf seinen Job hat, da wir Menschen zu blöd sind auf unserem Pfad des Schicksals zu bleiben und uns stattdessen von Statussymbolen und Konsumgütern davon abbringen lassen. Denn man muss dazu wissen, dass all die Gefühle (Angst, Neid, Faulheit, Liebe, etc.) oder auch höheren Mächte (Schicksal, Zufall, Glück, etc.) Personen im Dienste Gottes sind - dessen wahrer Name übrigens Jerry ist. Als Schicksal dann auch noch die oberste Regel Gottes - misch dich nicht in das Leben der Menschen ein - bricht und zu allem Überfluss sich auch noch in einen Menschen verliebt, bringt ihm das einen Haufen Ärger ein.
Bewertungen: 3,6 Sterne bei Lovelybooks (94 Bewertungen) und 3,65 Sterne bei Goodreads (2.032 Stimmen, Höchster Anteil: 34% bei 4 Sternen)
Pechvogel - Es geht um Nick Monday, offiziell ein Privatdetektiv, inoffiziell ein Glücksräumer. Denn er hat die seltene Fähigkeit anderen Menschen ihr Glück zu rauben, um dieses dann auf dem Schwarzmarkt gewinnbringend weiter zu verkaufen. Und in diesem Buch lernen wir ihn kennen, während er am Rande eines Hochhauses steht, von einer nackten Frau mit einem Messer bedroht wird, während ein Nachrichtenhelikopter die ganze Szene im Fernsehen überträgt. Und das ist seine Geschichte, wie es dazu kam: Denn alles begann mit einer Femme Fatale, die eines morgens sein Büro betrat...
Bewertungen: 4,2 Sterne bei Lovelybooks (Aktuell auch "nur" 6 Bewertungen) und 3,50 Sterne bei Goodreads (567 Stimmen, Höchster Anteil: 34% bei 4 Sternen)
PS: Für mich sind die Wertungen nur bedingt nachvollziehbar, aber das ist eben persönliche Meinung. Denn ich finde die Werke wirklich grandios, da sie wirklich mal eine schöne Abwechslung von den gefühlt immer gleich ablaufenden Romanen bieten. Wobei auch ich durchaus "Pechvogel" als schwächstes dieser drei Werke sehen würde, "Schicksal!" dagegen aber über "Anonyme Untote" stellen würde.

Das sind erst einmal vier Tipps, die ich loswerden wollte und vielleicht können sie den einen oder anderen hier auch derartig begeistern wie mich (vielleicht sogar einen der beiden Podcaster). Klassiker wie bspw. Werke von Agatha Christie, die ich immer gerne empfehle, habe ich jetzt mal weggelassen. Wobei mir auch schon während ich das schreibe weitere Empfehlungen in den Sinn kommen. Vielleicht ein anderes Mal :D

Gi0nbecell hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 17:01
Richtig. Aber wenn du die 40 Inseln bringst, gebe ich noch den Herrn der Finsternis (stimmt das?) und Trix solier. Letzteres ist Fantasy-Humor, der beinahe an den großen Terry prazchett rankommt.

Ach, wo ich ihn gerade erwähne: Die Meinung der beiden zu ein gutes Omen würde mich interessieren...
Puuuh, ich muss ja sagen, dass ich nie verstanden habe wie man Trix Solier mögen konnte. Für mich versuchte Lukyanenko auf Zwang lustig zu sein und das kann der Herr leider einfach nicht. Interessante Fantasy schreiben? Sicherlich (bezogen auf seine anderen Werke). Aber eben nicht lustig sein...
Danke für die vielen Tipps, das klingt in der Tat alles sehr interessant. Ich denke, ich fange mit Slade House an. :geek:

BorisCorso
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Re: Vorschläge

Beitrag von BorisCorso » Sa 16. Mär 2019, 11:04

Hallo Jochen und Falko,

Kapitel 1 höre ich sehr gerne. Wegen Euch habe ich "Sieben Minuten nach Mitternacht" gekauft und gelesen. Vorher kannte ich nur den Film - der ist fast noch sehenswerter als das Buch lesenswert. Und ebenfalls wegen Euch lese ich gerade wieder einmal "Es" von Stephen King. Zwei Vorschläge habe ich für Euch, beide weder SF noch Fantasy, und beide nicht gerade neu aber - auf unterschiedliche Weise - faszinierend.

Vorschlag 1: Harry Mulisch "Das Attentat" (urspr. nl. "De Aanslag")
Wikipedia (stark gekürzt): Hauptperson ist der anfangs 12-jährige Anton Steenwijk, der im niederländischen Haarlem lebt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird vor dem Nachbarhaus der Kollaborateur Fake Ploeg von Widerstandskämpfern erschossen. Die Nachbarn schaffen aber die Leiche vor das Haus der Steenwijks, worauf die deutschen Besatzer das Haus niederbrennen und Antons Bruder und Eltern erschießen. 1956 trifft Anton auf den Sohn des erschossenen Fake Ploeg und erfährt, wie sich dessen Leben aufgrund der Tat veränderte. 1966 hört Anton bei einer Beerdigung den Bericht eines Gastes mit, dass dieser das Attentat auf Fake Ploeg verübt hat und warum. Anton versteht, warum zur Vermeidung weiterer Opfer das Attentat notwendig war. 1981 trifft Anton dann zufällig die Nachbarstochter, die 36 Jahre zuvor mit ihrem Vater die Leiche vor das Haus von Antons Eltern geschafft hat, und erfährt ihre Motive, die dazu führten, dass seine Familie Opfer der deutschen Besatzer wurde.
Das Wort benutze ich selten, aber dieses Buch war für mich bis zum Schluss "unputdownable", weil erst ganz am Ende klar wird, warum die am Attentat völlig unbeteiligten Steenwijks gestorben sind.

Vorschlag 2: Graham Greene "Monsignore Quixote" (engl., dt.: "Monsignore Quijote")
Spanien kurz nach Francos Tod, immer noch auf der Hut vor einer allgegenwärtigen Guardia Civil. Ein per Zufall zum Monsignore beförderter Dorfpfarrer fällt bei seinem Bischof in Ungnade und bekommt Zwangsurlaub verordnet. Mit seinem Freund, dem abgesetzten kommunistischen Bürgermeister, fährt er in seinem alten Seat durch Spanien - eine Art "Pilgerfahrt durch die modernen Zeiten". Weltwoche dazu sehr treffend: "...charakteristische Mischung von Ernst und Komik, Blasphemie und Mysterium".
Ich lese das Buch immer wieder, und es hat nichts von seinem Zauber verloren. Sehr komisch, viel Tiefgang, sehr bezaubernd und anrührend.

Felixilius
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Re: Vorschläge

Beitrag von Felixilius » Do 21. Mär 2019, 11:11

Hallihallo ihr beiden,
ich hätte auch noch zwei Vorschläge für euch:

1. Percy Jackson - Diebe im Olymp (Rick Riordan)
Eigentlich für eine etwas jüngere Leserschaft geschrieben, halte ich alle Romane rund um Percy Jackson immer noch für sehr empfehlenswert. Ganz konkret geht es um den New Yorker Schüler Percy Jackson, der plötzlich erfährt, dass er der Sohn des Poseidon ist, sein bester Freund Hufe hat und ihn massig viele Monster umbringen wollen. Daraus entspinnt sich dann ein sehr humorvoller Roadtrip um Zeus seine gestohlene göttliche Waffe wiederzubringen und einen Krieg der Götter zu verhindern.

2. Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär (Walter Moers)
Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, meine ersten dreizehneinhalb Leben wären ereignislos verlaufen.
Ich sage nur:
Zwergpiraten. Tratschwellen. Klabautergeister. Stollentrolle. Finsterbergmaden. Ein Riese ohne Kopf. Ein Kopf ohne Riese. Ewige Tornados. Eine gefangene Fata Morgana. Vampire mit schlechten Absichten. Ein Prinz aus einer anderen Dimension. Eine Süße Wüste. Ein Professor mit sieben Gehirnen. Ein Tyrannowalfisch Rex. Eine Treibsandhose. Denkender Sand. Eine Ofenhölle. Ein Monsterschiff. Ein Regenwaldzwer mit Nahkampfausbildung. Dramatische Lügenduelle. Kanaldrachen.. Die Unsichtbare Leute. Venedigermännlein. Nattifftoffen. Eklige Kakertratten. Das Tal der schlechten Ideen. Rostige Berge. Witschweine. Horchlöffelchen. Elfen. Alraunen. Halbgespenster. Ein Malmstrom. Tödliche Gefahren. Ewige Liebe. Rettungen in allerletzter Sekunde....
Aber ich will nicht vorgreifen! - Käpt´n Blaubär

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ABMGW
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Re: Vorschläge

Beitrag von ABMGW » Do 21. Mär 2019, 15:29

Mahlzeit!

Ich muss hier einen Vorschlag einbringen, mein persönliches Buch des Jahes 2018: "Eiswelt" von JAsper Fforde.

Fforde hat leider die letzen paar Jahre eine Schreibblockade gehabt, aber mit "Eiswelt" hat er wieder wirklich gut abgeliefert.

Zur Geschichte: Die Eiszeit ist nie zuende gegangen. Die Welt wird dominiert von eisigen Wintern, und das hat zur Folge das der Großteil der Menschheit Winterschaft hällt in riesigen Türmen. Bewacht werden die Schäfer von den Winterkonsulen, die sich mit allerlei herumschlagen müssen: Räubern, atomren Kernschmelzen, dem Wintervolk, giereigen Konzernen und schlaflosen Engländern.

Was das Buch auszeichnet ist seine Deteilverliebtheit und sein Witz. Zwar ist Eiszeit, aber der Rest der Geschichte ist großteils unverändert: es gab z.b. auch in dieser Welt Take That, die sich auch aufgelöst haben. Das geniale in dem Buch ist das wir einerseits eine dystopische Gesellscahft haben (von der Regierung festgelegte Geschlechterverhlätnisse, Geburtenpflichten, Keulungen von geschädigten Menschen usw...) das auf der anderen Seite die ganze Gesellschaft zu unfassbar britisch und liebenswert ist.

Kurz gesaft: Fforde hat es in dem Buch geschaft, eine Dystopie zu entwerfen, in der ich gerne leben würde.

KingSirus
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Re: Vorschläge

Beitrag von KingSirus » Do 21. Mär 2019, 17:05

Insanity hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 11:28
Danke für die vielen Tipps, das klingt in der Tat alles sehr interessant. Ich denke, ich fange mit Slade House an. :geek:
Gerne mal Bescheid geben, wie dir die Sachen gefallen haben. Finde Rückmeldungen in der Hinsicht immer sehr spannend :D


In der neuen Folge kam ja die Überlegung auf, vielleicht auch mal eine Graphic Novel wie beispielsweise von Neil Gaiman "Sandman" oder von Frank Miller "The Dark Knight Returns" zu besprechen. Ich selber habe leider viel zu wenige Graphic Novels mir bisher zu Gemüte geführt, würde aber dennoch noch die eine oder andere Idee in den Ring schmeißen wollen, für so eine mögliche Folge. Da ich aber bei den Graphic Novels nicht so tief in der Materie stecke, sind hier die Empfehlungen weniger umfangreich oder detailliert ausgeschrieben. Auch wird man viele dieser Graphic Novels durch ihre Verfilmungen vermutlich eher kennen.

1) Stephen King - "Der dunkle Turm"
Mir waren die Bücher viel zu umfangreich, daher habe ich mir den ersten Band der Graphic Novel mal gegönnt (die entgegen der Bücher die Geschichte wohl chronologisch erzählt). Und meine Herren... war ich von den Zeichnungen geplättet. Wirklich eindrucksvolle Bilder und ich war so rasant durch, dass ich liebend gerne direkt mit Band 2 weitergemacht hätte, aber fast 40€ pro Band machten das Vergnügen doch eher zu einem literarischen Restaurantbesuch, anstatt einem Fast-Food-Burger...

2) Pierre Christin - "Valerian & Laureline" (im Original "Valerian & Veronique")
Nachdem ich mir den Film angesehen habe und dann noch herausfand, dass große Filme wie "Star Wars" von diesem Werk inspiriert wurden, war meine Neugierde geweckt. Ich habe auch erst angefangen in den ersten Band mich reinzulesen, daher kann ich nicht viel zu sagen.

3) Bill Willingham - "Fables"
Da ich meinen Spaß mit "Wolf among us" von Telltale hatte, wollte ich die Vorlage dazu mir mal durchlesen. Und ich muss sagen die Darstellung der Märchenfiguren in dieser Graphic Novel ist so herrlich schön boshaft und bissig. Habe auch hier erst den ersten Band gelesen, aber mit über 20 Bänden noch reichlich Stoff vor mir.

4) Alan Moore - "V for Vendetta"
5) Frank Miller - "300"
6) Alan Moore - "From Hell"
7) Brian K. Vaughan - "Y - The last man"
8) Julian Voloj - "Joe Shuster: Der Vater der Superhelden"


Die letzteren Fünf habe ich noch nicht angelesen, sondern sind Tipps die auch an mir herangetragen wurden, da sie so gut seien. Daher sind das Empfehlungen aus zweiter Hand und ich übernehme keine Garantie, wenn sie Grütze sind :D

Calafinwe
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Re: Vorschläge

Beitrag von Calafinwe » Do 28. Mär 2019, 18:41

ABMGW hat geschrieben:
Do 21. Mär 2019, 15:29
Mahlzeit!

Ich muss hier einen Vorschlag einbringen, mein persönliches Buch des Jahes 2018: "Eiswelt" von JAsper Fforde.

Fforde hat leider die letzen paar Jahre eine Schreibblockade gehabt, aber mit "Eiswelt" hat er wieder wirklich gut abgeliefert.

...
Danke für den Hinweis und den Tipp, da werde ich mal reinschauen :D


@Vorschläge:

The Underground Railroad von Colson Whitehead - Für mich eines meiner besten 2018 gelesenen Bücher. Stellenweise harter Tobak, allerdings nicht so krass wie z. B. im Film "12 Years a Slave".

DexterKane
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Re: Vorschläge

Beitrag von DexterKane » Fr 29. Mär 2019, 09:32

KingSirus hat geschrieben:
Do 21. Mär 2019, 17:05

3) Bill Willingham - "Fables"
4) Alan Moore - "V for Vendetta"
5) Frank Miller - "300"
6) Alan Moore - "From Hell"
7) Brian K. Vaughan - "Y - The last man"[/b]
Aus erster Hand kann ich jeden der hier angeführten Titel empfehlen. Leider fehlt mein (und Stanges) Lieblingscomic Transmetropolitan.
In einem Satz: Eine Cyberpunkversion von Hunter S. Thompson kehrt nach selbstauferlegtem Exil in die futuristische, dystopische "City" zurück und legt sich mit dem Establishment, korrupten Institutionen und dem Präsidenten an.

Humorig, bitterböse und auf eine zynische Art sogar hoffnungsvoll. Eine Serie, in der die Aussage "Fuck you! If anybody gave two tugs of a dead dogs cock about the truth, this wouldn't be happening!" muss man einfach mögen. :)

EchnaTron
Beiträge: 4
Registriert: Sa 2. Mär 2019, 12:00

Re: Vorschläge

Beitrag von EchnaTron » Di 2. Apr 2019, 18:50

Auch im Zuge der bald kommenden Verfilmung habe ich gerade Ferdinand von Schirachs "Der Fall Collini" gelesen und muss sagen, ich war wirklich sehr angetan. Bringt vielleicht einen kleinen Aktualitätsbonus :-) und ist auch nicht sehr lang, daher als Hausaufgabe als Vorbereitung auf einen Podcast auch gut zu schaffen.

Shenmi
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Registriert: Sa 23. Mär 2019, 11:06

Re: Vorschläge

Beitrag von Shenmi » Di 2. Apr 2019, 21:55

Wie wäre es denn mal mit Jack Ketchums "Evil/The girl next door"?
Das ist ein so beeindruckendes Buch, durch welches ich mich damals wirklich durchbeißen musste.
Es ist auch nicht so lang, dass sollte in zwei Wochen locker zu bewältigen sein.
Einen Klassiker hätte ich auch noch, denn meine Freundin ist ein großer Fan von James Clavells "Shogun".
Und eigentlich hätte ich ganz gern mal von euch noch Kings Dark Tower besprochen, welches aber natürlich ein Mammut Projekt wäre.
Wir haben es letztes Jahr gerade nochmal komplett gelesen, inklusive "Wind".
Oder wie wäre Margaret Atwoods "Report der Magd" bzw. Justins Cronins "Der Übergang"?
Letzteres ist zwar eine Trilogie, aber man kann durchaus den ersten Band für sich lesen, den ich sowieso für den besten halte.
Zum Schluss möchte ich noch Don Winslows "Tage der Toten" ins Spiel bringen, welches mir damals sehr gut gefallen hat.

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Abdul Nachtigaller
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Re: Vorschläge

Beitrag von Abdul Nachtigaller » Mo 8. Apr 2019, 15:48

Vorschlag:
1.) Der Pirat: Ein Francis-Drake-Roman von Mac P. Lorne.
Ein extrem unterhaltsamer Historienroman, quasi konnte ich nicht mehr mit dem lesen aufhören.

2.) Meinem Profilnamen entsprechend: Die 13 1/2 Leben des Captain Blaubär von Walter Moers
Nachdem ihr bereits die ersten 15 Leben des Harry August besprochen habt, würde dieser "Fantasy - Klassiker" durchaus passen.

3.) Wenn es mal makaber bzw. beklemmend sein soll (passt gerade gut zur Zeit des Brexit): irgendein Roman von Jack Ketchum wie z.B. The Girl next door.

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