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Gepflegte Diskussionen über (gute) Bücher und alles, was damit zu tun hat.
Jochen
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Beitrag von Jochen » Mo 3. Dez 2018, 20:00

Alle Buchvorschläge, -wünsche und -empfehlungen für kommende Podcast-Episoden sind in diesem Thread ausgezeichnet aufgehoben und werden von den beiden Podcastern auf jeden Fall registriert.

Geizgragen
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Re: Vorschläge

Beitrag von Geizgragen » Mo 3. Dez 2018, 21:00

Hallo Falko und Jochen. Ich möchte mich zunächst bei euch für den Podcast bedanken. Die bisherigen Folgen waren immer ein Fest zum Hören und haben mich wieder dazu angeregt, mehr zu lesen. :)

Ich würde mich freuen, wenn ihr eine Folge zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara machen würdet. Bisher habe ich nur äußerst positive Meinungen zu diesem Buch gehört. Leider habe ich es selbst noch nicht gelesen, das wäre allerdings der ideale Anreiz dazu ;)

LG

Sankari
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Re: Vorschläge

Beitrag von Sankari » Di 4. Dez 2018, 14:37

Hallo zusammen,

ich habe letztens Claire North als Autorin für mich entdeckt und bin bisher von jedem ihrer Werke, welche ich gelesen habe, begeistert. Die Ideen, die Sprache, die Anregungen sich über die verschiedensten Themen Gedanken zu machen sind beeindruckend.

Mit am meisten geflasht hat mich "The End of the Day". Und das, obwohl es eigentlich gar keinen klassischen Spannungsbogen aufweist und nicht selten nur aus einem Gedankenfluss besteht.
Im Buch geht es um Charlie, der vor kurzem den Job als "Vorbote des Todes" angenommen hat. Was sich zunächst mal als Prämisse für ein Werk von Terry Pratchett anhört, geht in eine ganz andere Richtung. Charlie besucht die, bei denen der Tod demnächst vorbei schaut und hört ihnen zu. Dabei geht es aber nicht nur um Menschen, sondern auch um Ideen, Sprachen, etc. die aussterben.
Ich kann kaum in Worte fassen, warum mich das so begeisterte, aber einfach dieses unaufgeregte Auseinandersetzen mit dem Thema Vergänglichkeit haben nachhaltig Eindruck hinterlassen.
Da das Buch teilweise sehr gespalten aufgenommen wurde, würde mich eine Behandlung im Podcast sehr freuen. Viele sind begeistert wie ich, andere finden es aus den o.g. Gründen eher langweilig.

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Frostkaktus
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Beitrag von Frostkaktus » Di 4. Dez 2018, 19:15

Anatoli Pristawkin - Schlief ein goldnes Wölkchen. Eins der wenigen Bücher, bei denen ich Wasser in den Augen hatte, obwohl ich nicht im Regen stand.

Ich bin vor Jahren über den Umweg des Sachbuches "Ich flehe um Hinrichtung. Die Begnadigungskommission des russischen Präsidenten." auf ihn gestoßen. Allein das Buch ist schon sehr empfehlenswert, behandelt aber ein ganz anderes Thema.

In "Schlief ein goldnes Wölkchen" geht es um russische Zwillingsbrüder im zweiten Weltkrieg. Hm, und wesentlich mehr mag ich eigentlich auch schon gar nicht dazu sagen. Ist definitiv kein Feelgoodbuch. Aber ein sehr gutes. Passt also irgendwie in den Winter.
Und das Chaos sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer.

Dennis Diel
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Re: Vorschläge

Beitrag von Dennis Diel » Di 4. Dez 2018, 21:50

Hallo lieber Jochen, lieber Falko,

ich würde mich sehr über Besprechungen von Clive Barker’scher Horrorliteratur freuen. Also, ganz klassisch „Hellraiser“, „Die Bücher des Blutes“. Oder, ebenfalls sehr nett, dazu eure Meinung zu hören: Die Werke von Stephen Kings Sohn, Owen King.

Viele Grüße,
Dennis
Zuletzt geändert von Dennis Diel am Mi 5. Dez 2018, 07:46, insgesamt 2-mal geändert.

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Frostkaktus
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Re: Vorschläge

Beitrag von Frostkaktus » Di 4. Dez 2018, 21:53

Clive Barker's Weaveworld zum Beispiel... <3
Und das Chaos sprach zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer.

JoeMeek7
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Re: Vorschläge

Beitrag von JoeMeek7 » Mi 5. Dez 2018, 14:18

Hallo Jochen, hallo Falko,

bislang habe ich nur von eurem Podcast gehört (über "Auf ein Bier") und die Webseite gelesen - aber allein eure "Lieblingsbücher"-Seite macht schon wieder Lust auf viele der genannten Bücher.

Die Podcasts werde ich jetzt nach und nach hören - auf den zu "Trisolaris" bin ich besonders gespannt, weil ich das Buch letztens selber gelesen und sehr gut gefunden habe.

Was Vorschläge angeht: Vielleicht "City of golden Shadow" oder gleich die ganze Otherland-Reihe von Tad Williams (auf deutsch: Stadt der goldenen Schatten), oder "Against a dark background" von Iain M. Banks (deutsch wohl: Vor einem dunklen Hintergrund) - habe die aber alle auf Englisch gelesen, und da haben sie mir gut gefallen - besonders letzeren habe ich als extrem packend, z.T. fast verstörend, in Erinnerung (ist aber schon eine Weile her, dass ich das gelesen habe...).


Viele Grüße

JoeMeek7

Matthias
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Re: Vorschläge

Beitrag von Matthias » Mi 5. Dez 2018, 15:03

Hallo Jochen, hallo Falko,
verehrtes Forum,

meine Arbeitskollegen haben mich genötigt, "QualityLand: Roman" von Marc-Uwe Kling zu lesen (eine lustigen Dystopie). Von diesem Autor stammt auch "Die Känguru-Chroniken".
Ich bin ca. in der Mitte des Buchs und mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Bei den üblichen Rezensionen war das Urteil durchwachsen.
Beim Lesen habe ich manchmal gedacht, genauso wird die Zukunft, bzw. weit weg davon sind wir nicht mehr ;) .

Super Podcast, vielen Dank!

Viele Grüße,
Matthias

JohannesRH
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Re: Vorschläge

Beitrag von JohannesRH » Mi 5. Dez 2018, 17:34

Da ich meine Buchempfehlung genau an dem Tag geschrieben habe,
an dem angekündigt wurde, dass das Forum umzieht,
werde ich meine Buchempfehlung nochmals wiederholen:

Skeleton Crew (The Kanti Cycle Book 1) und Small World (The Kanti Cycle Book 2) vom Hobby-autor Gre7g Luterman.

Ich empfehle sie, da sie keine große Leserschaft haben und weil sie relativ einzigartig sind.

Zum einen sind sie das, weil in der Welt der Romane keine Menschen existieren (oder jedenfalls nicht erwähnt werden).
Stattdessen geht es um die Raumfahrende Rasse der Geroo, die auf der Suche nach einer neuen Heimatwelt sind.

Zum anderen sind sie besonderst, da die Welt und teile der Handlung erstaunlich düster und brutal sind
(wen man bedenkt das die Hauptcharaktere flauschige Wiesel/Kängurus sind).

Besonderst das erste Kapitel ist mir in Erinnerung geblieben, in dem es um eine Beerdigung, die gleichzeitig ein Geburtstag ist, geht.
Für dieses Kapitel allein lohnt sich ein Blick ins Buch.
Es vermittelt gut die Stimmung des restlichen Buches und gibt einen Einblick in die Kultur der Geroo.

Ich Persönlich liebe es Fantasy und Science-Faction Büchern fremde Welten und Kulturen kennen zu lernen
und da haben diese Bücher bei mir einen Nerv getroffen.

Sie sind auf Englisch als E-Book und Taschen erhältlich.
Beide sind ungefähr 200-300 Seiten lang und kosten als E-Book jeweils nicht mehr 3€.

yblith
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Re: Vorschläge

Beitrag von yblith » Do 6. Dez 2018, 11:26

Hi ihr zwei,

zunächst mal ein vorauseilendes SEHR GEIL an euren Podcast. Ich bin durch eure Cthulu-Folge im Gamespodcast auf diesen Spin-Off gestoßen und freue mich, dass ihr mit diesem Podcast das Lesen thematisiert. Zwar genieße ich die Artikulation und Interaktion in eurem Gamespodcast, kann mich aber mittlerweile nicht mehr so richtig mit "Gaming" identifizieren - Lesen ist doch irgendwie familienkompatibler.

Bei den Themen finde ich konkrete Bücher immer etwas schwierig, da diese ohne größere Spoiler meist nicht zu besprechen sind. Meine Vorschläge gehen daher in eine etwas abstraktere Richtung:

- Falko hat das Thema schon mal in der Lovecraft-Folge angeschnitten: Zensur in Büchern. Interessieren würde mich hier besonders der gesellschaftliche Aspekt im Hinblick auf den wachsenden Konsum von eBooks und der Cloud. So stelle ich selbst beim Lesen mit dem Kindle fest, dass sich die Bücher durch "automatische Buchaktualisierungen" jederzeit ändern können - eine Änderungshistorie gibts hierzu nicht. Ist Leuten klar, dass hierdurch zB. kritische Passagen ohne Weiteres "weggepatched" werden könnten? Das Thema könnte hierbei die Unterschiede zwischen "eBooks in der Cloud" und konventionellen Printbüchern im Bücherschrank aufzeigen, eventuell sogar einen Brückenschlag zu Bradbury's Fahrenheit 451 spannen, in dem ein totalitäres Regime vorgibt, was zu konsumieren ist.

- Deutlich simpler, nicht weniger kontrovers: Englisches Original, oder deutsche Übersetzung? Gibt es Bücher, die unbedingt im Original gelesen werden sollten (TOLKIEN !!11), gibt es vielleicht auch Bücher, die in der Übersetzung besser sind?

- Wo sind all die deutschen Fantasybücher? Ich selbst lese bevorzugt SFF und stelle fest, dass es im deutschsprachigen Raum tatsächlich wenig gute Fantasy gibt. Ist das ein Filterblasenproblem durch internationale Communities wie reddit, in denen deutschsprachige Bücher kaum eine Rolle spielen, oder ist deutsche Fantasyliteratur tatsächlich selten geworden?

- Wie wirken sich Bewertungsportale (Goodreads, Amazon) auf das subjektive Wahrnehmen eines Buches aus? Ich selbst stelle fest, dass ich bei Büchern, die extrem hoch bewertet werden (zuletzt Sanderson's Stormlight Archive) deutlich enttäuschter bin, wenn das Buch "nur" gut war. Bringen Bewertungen in diskreten Werten den Leuten überhaupt einen Mehrwert? Was macht eine gute Bewertung aus? Ich selbst versuche Bewertungen zu finden, die auf empfundene Emotionen oder Assoziationen beim Lesen eingehen, weniger auf "Fakten" oder konkrete Werte.

- Humor in Büchern und Spielen mit Sprache: Terry Pratchett, Walter Moers. Was macht die beiden Autoren so einzigartig?

Puh, mir fällt noch mehr ein - denke aber das langt hier erstmal. Will euch nicht überfordern ;)

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