Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Hier wird über die aktuelle Folge diskutiert. Und über alle anderen natürlich auch.
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Peter
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Re: Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Beitrag von Peter » Mi 7. Aug 2019, 16:56

falko hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 08:45
Allerdings ist seitdem der normale Taschenbuch-Preis relativ stabil um die 10 Euro rum.
Ganz anders sieht es allerdings bei den Hardcovers aus, die teils absurd teuer sind. Einer der ersten Fälle war da für mich 2012 1Q84 für 32€, welches noch nicht einmal sonderlich gut ausgestattet war (Schutzumschlag? Nope). Obwohl Murakami mein Lieblingsautor ist, habe ich mir da gesagt "ihr könnt mich mal", ein paar Jahre gewartet und das Hardcover dann in einem neuwertigen Zustand für 2,66€ erworben. So mache ich das inzwischen öfters. Oder ich hole mir die englischen Hardcovers, die teils sogar noch günstiger sind, als die deutschen Taschenbuchausgaben. So oder so, deutsche Verlage bekommen von mir dank ihrer Preispolitik inzwischen nur noch sehr selten Geld.

KingSirus
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Re: Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Beitrag von KingSirus » Sa 10. Aug 2019, 17:19

Da guckt man mal ein paar Tage nicht rein und ist schon eine Antwort schuldig. Ich sage schon einmal im voraus: „Sorry für den nachfolgenden Wall of Text“

falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
Was die Preisgestaltung für Importbücher angeht: Verstehe ich natürlich völlig, dass der Handel dann noch was draufschlagen muss, um überhaupt Gewinn zu machen. Aber ich will doch nur das Buch haben! Wenn ich meiner lokalen Buchhandlung vor Ort (bei mir relativ: die nächste ist 20 KM entfernt) einen Gefallen tun will, kaufe ich natürlich dort, aber wenn ich kaufmännisch denke, dann nehme ich die Mittelsleute aus der Rechnung und hole mir das Buch auf dem kürzesten und günstigsten Weg.

(Wie ich schon öfter erwähnt habe: Das ist bei mir persönlich nur eine müßige Diskussion, weil ich schon seit 10 Jahren primär digital lese. Da sehe ich die deutsche Verlagslandschaft, die versucht, ihre klassische Preisgestaltung in die digitale Welt zu transferieren, was einfach nicht klappen kann (in der neuen Sammelfolge sage ich ein paar Takte dazu).)
Zwei wichtige Dinge hierzu:
1) Das kaufmännische Denken ist hier völlig legitim (tue ich selbst ja auch bei jedem Kauf), aber man darf sich dann eben an anderer Stelle nicht darüber beschweren welche Auswirkungen dies wiederum hat.
2) Ich würde weniger sagen, dass es ein Versuch der Verlagslandschaft war die Preisgestaltung in den digitalen Sektor zu retten, als weiterhin der Grundgedanke des Schutzes des Buchhandels. Wenn die E-Books signifikant günstiger wären als gedruckte Werke, würde der Buchmarkt noch deutlicher einbrechen. Vor allem die Buchhandlungen würden schwer unter den „Dumpingpreisen“ (vorsichtig, argumentative Überspitzung!) zu leiden haben.
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
- Der Artikel über den GB-Markt erwähnt einen wichtigen Aspekt, nämlich die Zuspitzung auf Bestseller. Hatte ich auch schon mal in einer Folge angesprochen, glaube ich, dass in den letzten Jahrzehnten die Tendenz von Verlagen UND Handel ist, sich auf Bestseller einzuschießen. Läuft's gut, erhält es extra Marketing. Läuft's schlecht, wird's retourniert, schneller als sein Schatten.
Da bin ich ganz bei dir. Auch ich mag nicht den Fokus auf Bestseller, aber der Fokus kommt eben, weil die Kundschaft mit der Brieftasche so entscheidet. Siehe hier Jochen und André in deren gemeinsamen Podcast und wie sie über die gleiche Problematik dort klagen, nur eben dort auf Videospiele gemünzt. Aber wem sage ich das?
Ein Verlag kann nur über die Mischkalkulation neue Autoren & Autorinnen ausprobieren, in der Hoffnung eine neue Bestseller-Melkkuh zu finden. Denn am Ende machen die Verlage mit dem kleinsten Teil ihrer Autoren den größten Umsatz! Hier wären wir wieder beim kaufmännischen Denken, nur eben auf der anderen Seite.
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
- Dass ein Wegfall der Preisbindung automatisch zu niedrigeren Verbraucherpreisen führt, würde ich gar nicht vermuten, weil ja die Wertschöpfungskette weiter funktionieren muss. Allerdings wird in Deutschland immerzu das Sterben der Buchhandlungen lamentiert, OBWOHL wir noch eine Preisbindung haben. Offenbar funktioniert sie also nicht so einfach.
Ja, das Sterben des Buchhandels wird vermutlich seit der Erfindung des Radios schon lamentiert. Ich kenne kein Medium, welches ein anderes zu 100% abgelöst hat (das Radio die Zeitung nicht, das Fernsehen das Radio nicht, gut das Internet ist drauf und dran das Fernsehen zu killen). Insofern würde ich dies nicht als Kriterium heranziehen, um die Wirksamkeit der Buchpreisbindung zu beurteilen.
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
Wo ich nicht zustimmen kann, ist die Preisstabilität von Büchern. Ich glaube, ich müsste nicht lange suchen, um Taschenbücher in meinem Regal zu finden, die ca 2000 erschienen sind und damals 10 DM gekostet haben (die großformatigen Paperbacks von Terry Pratchett waren dann aber schon bei 15 DM). Ein paar Jahre später nach der Euro-Einführung lagen Taschenbücher aber auch schon bei 8 - 10 Euro, was nicht ganz eine Verdoppelung, aber ein steiler Anstieg war. Immerhin hat es sich einigermaßen auf diesem Niveau gehalten, aber generell scheinen mir Verlage in den letzten Jahren zu versuchen, Bücher wertiger herzustellen (größeres Format, Klappbroschur, Glanzcover etc), um dann einen Preis von 15 Euro rechtzufertigen. Allerdings kosten solche Bücher in der Herstellung bei hoher Auflage faktisch nur wenig mehr im Vergleich zu einem popeligen Durchschnittstaschenbuch. (An dieser Stelle verweise ich auf die Argumentation der Verlage, E-Books könnten nicht billiger werden, weil Druckkosten ja nur einen geringen Teil der Gesamtkalkulation an einem Buch ausmachen.)
Jochen hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 19:34
Ich habe gerade aus Neugier wahllos ins Regal gegriffen. Ein Dennis Lehane von 2001 lag bei 7,16€ bzw. 14DM (es stehen beide Preise drauf). Heute kostet der gleiche Lehane 16€, also mehr als Doppelte.
Sorry, aber der Vergleich Euro zu DMark Preis ist ein Feenstaubargument, mit dem ihr hier ein wenig für eure Argumentation blendet. Weil ihr damit Dinge die vielen Faktoren unterliegen, auf eine emotional geführte und stark vereinfachte Argumentationsebene runterbrecht. (Emotional deswegen, weil wir Menschen eben dazu tendieren negativ darauf zu reagieren, wenn es um unser Wohl in Betrachtung von maximalen Nutzen unseren Einkommens geht - zumindest wage ich das zu Behaupten)
Ihr vergleicht aktuelle Preise mit einem Wertstand der 17 Jahre alt ist. Dabei wird und kann auch nicht mit berücksichtigt werden wie sich die Preispolitik unter der DMark angesichts Inflation und politischer Lagen entwickelt hätte. Wer sagt uns, dass nicht ein Taschenbuch mit DMark Preis heute 18,- Mark kosten würde? Und noch etwas: Missversteht meine Erklärungen nicht mit meiner Haltung!
Heiße ich gut, dass die Verlage jetzt diese dämlichen „Mischbücher“ - so nenne ich gern jene Ausgaben, die das Format eines gebundenen Buches, aber den Einband eines Taschenbuches haben - rausbringen? Um Gottes Willen nein! Das ist ein Betrugsversuch der Kundschaft, der leider viel zu gut gelingt. Die Verlage wissen, dass viele Leute lieber auf die günstigeren Taschenbücher warten und haben daher diese neue Zwischenform auf den Markt gebracht. Auf diese Weise wird die Geduld noch länger auf die Probe gestellt und die Versuchung einzuknicken wächst. Denn so viel kann ich sagen: Seit meiner Ausbildung 2010 bis 2013 habe ich erst 2017 die ersten zaghaften Preisanstiege der Taschenbücher erlebt. Vorher war 10,- € eine Hürde die eisern eingehalten wurde (anders als bei Gebundenen und selbst da ist der statistische Anstieg - von einzelnen Ausreißern abgesehen - auch kein rapider). Erst seit 2017 finden sich immer öfter Preise wie 10,95 / 10,99 € oder 11,95 / 11,99 / 12,- € wieder.
Aber gut, nehmen wir die Zeit rund um die Euroeinführung. Zu diesem Zeitpunkt war ich 11 bis 14 Jahre alt. Sprich ich besitze aus der Zeit kaum Taschenbücher, auf denen damals beide Preise abgedruckt waren. Auch bei meiner Recherche konnte ich keine Buchpreise zu dieser Zeit finden. Ziehen wir aber zur simplen Rechnung die „2 Mark = 1 Euro“ Umrechnung heran. Falko spricht davon, dass er ein Taschenbuch besitzt, welches 2000 10,- DMark gekostet hat. Das wären umgerechnet 5,- €. Ein paar Jahre später war der Preis aber wieder angeglichen. Gefühlt (wie gesagt konnte ich keine Daten dazu finden, daher nehme ich einen gefühlten Wert) müsste diese Angleichung bis 2005 etwa erfolgt sein. Nehmen wir meine Angabe von 2017 als Punkt für den nächsten Preisanstieg rein im TB-Sektor, sind das 12 Jahre! Selbst wenn ich größzügig sage, dass die Angleichung nicht bis 2005 sondern 2010 stattfand, sind das immer noch 7 Jahre. Da nicht von einer gewissen Preisstabilität zu sprechen, finde ich leicht verwegen. Insofern ja, es gab einen Preissprung nach Einführung des Euros und den muss man nicht gut heißen. Aber mit den am möglichst weitest auseinander liegenden Datensätzen zu argumentieren ist letztendlich nur eine Verzerrung für den eigenen Standpunkt. Interessanter sind statistische Erhebungen der jährlichen Durchschnittspreise und deren Entwicklung!
Übrigens muss ich auch widersprechen, dass die wertiger erscheinende Herstellung als Argumentation für eine Preissteigerung herangezogen wird. Denn wertigere Gestaltungen bei Taschenbücher finden sich auch in all den Jahren, wo sie stabil bei 10,- € lagen. Der Trick war lediglich die Einführung einer neuen „Buchform“, die preislich eben genau zwischen Gebunden und Taschenbuch lag und damals 2010 / 2011 rum geschah.
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
Was das Thema angeht, wie viel die Autor*innen verdienen: Es ist kein Geheimnis, dass die Regel ungefähr ist: Man bekommt 5 bis 10 Prozent vom Netto-Ladenverkaufspreis eines Printbuchs (natürlich gibt's Ausreißer nach oben und unten, und Hardcover und E-Books werden anders angesetzt). Beispiel: Buch kostet im Laden 9,99 Euro = netto 9,34 Euro. Autor*in erhält als Tantiemen: 0,47 Euro bis 0,93 Euro.
Das wäre aber deutlich mehr, als mir teilweise gesagt wurde und würde mich für die Autoren massiv freuen. Ich fand nämlich die Angaben einstelliger Cent-Beträge schon extrem erschreckend :shock:
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
- Leider wird von einigen Verlagen gern getrickst, dass die Tantiemen vom "Verlagsabgabepreis" berechnet werden. Wie du sagtest: Manche Händler wollen mehr Prozent vom Verkaufspreis haben, und das drückt dann auch die faktischen Einnahmen für die Kreativen. Übrigens für mich als Autor auch ein Argument GEGEN die Buchpreisbindung: In der Realität wird mit diesen Rabatten sowieso schon hin und her geschoben, wie man lustig ist, da ändert ein fixer Verkaufspreis auch nicht viel.
Das zwielichtige Handelspraxen die Buchpreisbindung untergraben würde ich auch nicht als Argument gegen die Buchpreisbindung sehen. Hier müssten einfach mal die Verlage Eier in der Hose beweisen und Handelsketten, so wie Amazon ihre eigene Medizin fressen lassen. Nehmen wir mal an, die 20 größten Verlage Deutschlands würden gemeinsam(!) zurückdrohen und die Ketten + Amazon nicht mehr beliefern, solange diese ihre Wucherrabatte fordern, hätten die alle ein massives Problem. Okay, Amazon nicht, weil die eigentlich immer schon ihr Buchhändlerimage in Deutschland bereut haben, aber insofern sie an dem Markt auch was verdienen wollen, wiederum schon. Aber stattdessen lassen die sich die Rabatte diktieren und damit bluten sie langsam aus.
falko hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:27
(An dieser Stelle der Hinweis: unbedingt sogenannte Druckkostenzuschussverlage meiden. https://neinzudruckkostenzuschussverlag ... ge_53.html )
WORD! Das sind Verlage, die mit der Hoffnung von Leuten ein Buch rausbringen zu können Geld machen. Leider hatten wir eine Kundin im Laden, die mich einmal darauf ansprach und fragte, ob sie das Angebot annehmen solle, welches sie trotz meiner mehrfachen Versuche es ihr auszureden am Ende auch machte…
Jochen hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 19:34
Es gibt sicherlich auch Bücher, die nicht ganz so krass im Preis gestiegen sind wie dieses eine wahllose Beispiel, aber gerade im Vergleich zu anderen Medien, die mitunter massiv im Preis gefallen sind (die 10€ für Netflix hab ich früher in einer halben Woche in die Videothek getragen und von Spotify vs. CDs will ich gar nicht erst anfangen) oder zumindest seit Jahrzehnten nicht gestiegen sind (Computer- und Videospiele zum Beispiel) wundert es mich gar nicht, dass Bücher bei jüngeren Generationen schon längst den Weg des Dodo gehen.
Und das ist wieder so eine gefühlte Wahrheit. Siehe hierzu die JIM (Jugend, Information, Medien) und KIM (Kinder, Information, Medien) Studien des Medienpädagogische Forschungsverbunds Südwest (mpfs), welche seit der Jahrtausendwende gemacht werden. Seit Jahren sind hier konstante Zahlen im Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen zu finden.

Quellen:
Artikel zur JIM Studie 2018 bei Buchreport
Noch ein Artikel zur JIM Studie 2018 (mit Downloadlink dieser) bei Lesen-in-Deutschland
Artikel zur KIM Studie 2016 bei alphaPROF
Jochen hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 19:34
Mich erinnert das immer frappierend an die Zeitschriftenverlage, -händler und Co. in der ersten heißen Phase der Digitalisierung. Das Internet war böse, die Anbieter im Internet waren böse und überhaupt jeder an den ins Bodenlose fallenden Auflagen schuld - außer man selbst und das horrend überteuerte Produkt im Vergleich zur kostenlosen bzw. viel billigeren Konkurrenz.*

Ich gönne jedem Buchhändler von Herzen sein wirtschaftliches Auskommen und die Welt wäre ohne Buchläden eine viel ärmere, aber gegenwärtig gräbt die Branche fleißig ihr eigenes Grab und verkauft es als Rettungsboot ;)
Noch einmal: Verwechsel nicht mein Erklären und teilweise Gegenargumentieren mit meiner Haltung :)
Ich plädiere seit meiner Ausbildung, dass jeder Dinosaurier da draußen, der eBooks meidet wie der Teufel das Weihwasser oder sich gegen eine eigene Internetpräsenz entscheidet, endlich in den Ruhestand gehört. Oder noch härter ausgedrückt: Die haben die Pleite verdient. Sorry, but not sorry!
Und ich habe monatelang versucht meine Chefin davon zu überzeugen, dass wir keine dedizierte Bestsellerecke brauchen. Die erhöhten Verkaufszahlen seit der Einführung geben ihr Recht. Doch mein Argument war immer: „Warum sollte der Kunde bei uns einkaufen, wenn wir uns kein bisschen von den anderen Läden unterscheiden?!“
Jochen hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 19:34
Oder anders gesagt: Was ist an einem Status Quo bewahrenswert, bei dem ich für 10€ ein Buch von Falko kaufe, damit der 50 Cent dran verdient?
Ganz einfach: Nichts!
Und zwar nicht nur, weil Falko als Autor einen scheiß verdient, sondern auch die Mitarbeiter in den Buchhandlungen nicht besser bezahlt werden als Zwangsarbeiter. Die Sache ist die: Der Buchhandel hat schon immer mit dem Idealismus einzelner sein Geld gemacht. *Man stelle sich hier ein Schulterzucksmiley vor*

EDIT:
Peter hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 16:56
falko hat geschrieben:
Mi 7. Aug 2019, 08:45
Allerdings ist seitdem der normale Taschenbuch-Preis relativ stabil um die 10 Euro rum.
Ganz anders sieht es allerdings bei den Hardcovers aus, die teils absurd teuer sind. Einer der ersten Fälle war da für mich 2012 1Q84 für 32€, welches noch nicht einmal sonderlich gut ausgestattet war (Schutzumschlag? Nope). Obwohl Murakami mein Lieblingsautor ist, habe ich mir da gesagt "ihr könnt mich mal", ein paar Jahre gewartet und das Hardcover dann in einem neuwertigen Zustand für 2,66€ erworben. So mache ich das inzwischen öfters. Oder ich hole mir die englischen Hardcovers, die teils sogar noch günstiger sind, als die deutschen Taschenbuchausgaben. So oder so, deutsche Verlage bekommen von mir dank ihrer Preispolitik inzwischen nur noch sehr selten Geld.
Sorry deinen Beitrag habe ich übersehen, daher hier noch schnell nachgereicht im Edit.
Noch einmal: Sicherlich tun Preise von 30+ € weh, aber im Gegensatz zu Apple oder dergleichen bezahlt man hier nicht überteuer für eine Marke oder einen Namen! Die Verlage haben gründe für ihre Kalkulationen. Es müssen Mitarbeiter bezahlt werden. Autoren / Autorinnen, Übersetzer*innen, Illustrator*innen und viele mehr. Daneben gibt es Druckkosten (Papier & Farbe). Lizenzen wenn es ausländische Werke sind. Aber klar, wenn man nicht deren Arbeit wertschätzen möchte, kann man die bösen Videospielpublisher... Verzeihung... die bösen Verlage auch verteufeln. Noch einmal: Dann darf man sich aber auch nicht über eventuelle Negativfolgen dieses Handelns beschweren ;)
Und ja, auch ich finde die Preise von Hardcovern schmerzhaft, weshalb ich schon lange nur noch TB Ausgaben lese. Und von den Büchern, die mich interessieren, sehe ich auch so gut wie keine Leseexemplare - oder wenn nur für den eReader, den ich von meinem Arbeitgeber gestellt bekomme, die ich aber nicht gerne nutze. Insofern kaufe ich mir wirklich noch jedes einzelne Buch und noch viel mehr eben nicht, weil ich sie mir nicht leisten kann! (Was auch so eine Sache für sich wäre: Man muss eben nicht alles im Leben haben...)
EDIT ENDE


Irgendwie sind wir von penetranten Buchaufklebern des Teufels etwas abgekommen. Aber vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich hoffe ich habe mich mit meinem teilweise Gegenhalten nicht in ein allzu schlechtes Licht gerückt. Und vielen Dank an jeden der bis hierhin sich das alles durchgelesen hat.
Wünsche noch ein angenehmes Restwochenende :D

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falko
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Re: Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Beitrag von falko » Sa 10. Aug 2019, 18:06

KingSirus hat geschrieben:
Sa 10. Aug 2019, 17:19
Das wäre aber deutlich mehr, als mir teilweise gesagt wurde und würde mich für die Autoren massiv freuen. Ich fand nämlich die Angaben einstelliger Cent-Beträge schon extrem erschreckend :shock:
Nur kurz zu diesem Aspekt: Natürlich wird es da draußen Verträge geben, die deutlich darunter liegen. Kommt auch aufs Genre an, auf die Größe des Verlags, ob man eine Agentur verhandeln lässt oder nicht ... eine Menge Faktoren, aber wie man es auch dreht: ohne Bestseller ist's auf die Arbeitszeit fast immer ein Verlustgeschäft für die Autorin und den Autor.
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Gonzo
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Re: Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Beitrag von Gonzo » Mi 14. Aug 2019, 10:18

Sodele... nachdem ihr euch nun mehr als ausreichend über Papierpreise u.ä. ausgelassen habt, ein kleiner Schwenk zurück zum Thema...

Ich danke euch, dass ihr mir eines meiner Lieblingsbücher wieder nach vorne ins Regal gezogen habt. Ich schätze den Humor von Douglas Adams sehr und somit auch die meisten seiner Bücher. "Die Letzten ihrer Art" ist dazu noch eines meiner Herzthemen. Somit kann dieses Buch nur ganz oben in meinen persönlichen TopTen sein.

In denen tummelt sich natürlich auch der ebenfalls erwähnte Bill Bryson. Hier ist mein bevorzugtes Lesefutter "Streiflichter aus Amerika". Ein Buch, welches ich schon mehrfach an Freunde verschenkte, wenn sie erstmals einen USA-Trip geplant haben. Genau die richtige Lektüre für die Vorbereitung und die Flugreise um einen Einblick in die Denkweise der US-Gesellschaft zu bekommen.

Ihr hattet mich vor einigen Folgen verloren... aber nun bin ich wieder voll dabei! (Nein, das ist keine Drohung...)

Nordhesse80
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Re: Folge 25: Die Letzten ihrer Art

Beitrag von Nordhesse80 » Di 20. Aug 2019, 10:35

Ich lese gerade die überarbeitete Ausgabe mit erweitertem Bildteil von Die letzten ihrer Art.
Habe gerade eben die Reise zu den Drachen gelesen und ich finde den Humor herrlich 😁
Die Fotos der Reise runden das ganze dann noch schön ab. Freu mich schon den Rest zu lesen.

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