Folge 28: Jenseits der Zeit

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DexterKane
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Re: Folge 28: Jenseits der Zeit

Beitrag von DexterKane » Mi 11. Sep 2019, 14:54

Schöne Folge, auch wenn sie mich darin bestätigt, dass Liu wahrscheinlich nichts für mich ist.

Sehr interessant fand ich auch die Anmerkungen von Jochen was den kulturellen Hintergrund angeht, ich hab mich nämlich selbst beim höhren erwischt, wie mir die Augenbraue in der vorgelesen Passage immer höher ging, es mag mir der Begriff "sexistische/biologistische Kackscheiße" durch den Kopf gegangen sein. :)

Immer interessant zu sehen, dass man da ja doch schnell nach seinem eigenen Wertekanon moralisch Erzählungen aburteilt.
Ich hab vor einiger Zeit aus Interesse mal verstärkt fantastische Literatur aus Russland konsumiert (Lukianenko, Gluchowski) und gerade bei den Wächter Büchern (die ja first person sind) erzählt Anton doch so einige Sachen, wo sich mir als "modernem Mann" eher die Fußnägel hochrollen.

Nachdem ich da einmal drüber weg war haben die mir aber doch sehr gut gefallen (auch wenn das Zwielicht nahezu 1:1 wie der Astralraum bei Shadowrun funktioniert, und ich es daher für zumindest sehr wahrscheinlich halte, dass Lukianenko sich da hat inspirieren lassen :) ).

Shenmi
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Re: Folge 28: Jenseits der Zeit

Beitrag von Shenmi » Mo 16. Sep 2019, 16:17

Ohne den Podcast angehört oder das Buch zu Ende gelesen zu haben, möchte ich mal eine kurze Beobachtung einwerfen.
Ich bin jetzt gerade auf Seite 223 von "Jenseits der Zeit". Eine Ähnlichkeit zum Vorgänger ist jetzt schon verblüffend.
Cixin Liu hat in "Der dunkle Wald" ziemlich weit ausgeholt und Luo Ji`s Ernennung zum Wandschauer hat ca. 115 Seiten gedauert. Bis dahin habe ich mich gefragt wozu ich ihn so intensiv begleite und ich fand auch, ich habe ihn dabei kaum kennengelernt.
In "Jenseits der Zeit" holt der Autor noch weiter aus und erst jetzt beginnt wohl das eigentliche Szenario, mit dem Scheitern der Abschreckungstaktik. Bisher kommt mir dieser Roman ziemlich zerfahren vor, mit den vielen kleinen Kapiteln und anfangs war ich echt enttäuscht das wir wieder in der Vergangenheit sind. Diese quasi Einleitung war mir jetzt doch ein bisschen zu lang und das alles hätte sicherlich auch auf 100 Seiten Platz gefunden.
Zumindest kommt es mir bisher so vor.
Dafür habe ich zur Hauptperson Cheng Xin dieses Mal ein wesentlich innigeres Verhältnis. Sie ist tatsächlich ein wenig romantisch, künstlerisch veranlagt und etwas verträumt. Vielleicht liegt es ja nur daran das sie eine Frau ist, aber ich mag sie gern.
Ich bin sehr gespannt wie der Rest des Buches verläuft, ein bisschen habe ich ja noch vor mir. Danach freue ich mich schon auf den Podcast.

Numfuddle
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Re: Folge 28: Jenseits der Zeit

Beitrag von Numfuddle » Di 17. Sep 2019, 06:58

Der Atombombenantrieb basiert übrigens auf einem realen Konzept.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Orion-Projekt

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derFuchsi
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Re: Folge 28: Jenseits der Zeit

Beitrag von derFuchsi » Mi 18. Sep 2019, 12:25

Sehr inspirierend die Reihe, nur vom zuhören schon.
Deshalb mal ein paar allgemeine Gedanken zum Thema andere Zivilisationen im Weltall.
Das Weltall erscheint erstaunlich leer obwohl rein von der Wahrscheinlichkeit ausgehend einiges los sein müsste da draußen.
Entweder sind wir wirklich die Einzigen dann wäre das "eine ziemliche Platzverschwendung" wie es in "Contact" so schön heißt ^^.
Oder die Anderen sind technisch auch noch nicht weiter als wir. Oder es gibt sie und sie benutzen Kommunikationsmittel die uns noch verschlossen sind.
Eine weitere schöne Theorie wäre die von Star Trek. Da draußen gäbe es dann eine art Direktive die allen verbietet Kontakt mit Zivilisationen aufzunehmen die noch nicht so weit sind. Ob sich alle dran halten würden? Ich bezweifle das. Aber vielleicht wäre das eine Erklärung für die angeblichen UFO-Sichtungen und Entführungen...
Wäre es aber nicht vernünftig vom Worst Case Szenario auszugehen?
Ich habe mich schon ewig gefragt ob unsere aktiven Kommunikationsversuche mit anderen Zivilisationen nicht sehr leichtsinnig sind. Davon auszugehen dass eine technisch überlegene Zivilisation auch moralisch überlegen sein muss halte ich für naiv. Die Beispiele in unserer Geschichte dazu gingen für die Eingeborenen selten glücklich aus.
Ohne die Trisolaris Bücher gelesen zu haben finde ich die besprochene Dunkle-Wald-Theorie sehr faszinierend und eine mögliche Erklärung warum es so "still" ist da draußen.

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